Teil eines Werkes 
2 (1825) Aufenthalt in Pekin
Entstehung
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Das allgemeine und beständige Getränk ist Thee, aber von ganz anderm Ansehen und Geschmack als der den man nach Europa gehen läßt. Für sich pflücken die Chineser von dem Theestrauche das junge Blatt ab und trocken es an der Sonne. Diese Art von Thee ist angenehmer von Geruch und Geschmack, und sogar heilsam für den Magen. Uns Euro päern aber verkaufen sie das schon gereifte auf Pfannen et was geröstete Blatt, indem sie ihm die Farbe der Theeblüthen geben; oder sie bereiten grünen Thee, indem sie ihn mit den Blumen, Dishulan genannt, vermischen. In der Nähe von Pekin wächst kein Thee.

Wein giebt es in Pekin gar nicht. Einen sehr starken Branntwein destilliren sie aus Reiß. Die Chineser trinken ihn ein wenig erwärmt und aus kleinen Schälchen. Bey Tische gebrauchen sie eine Art von säuerlichem Branntwein, Schaußin, der aus Reiß durch Gährung und Destillation gezogen wird. Uebrigens sind die Chineser und Manshuren im Ganzen genommen, keine gar zu eifrigen Verehrer des Bacchus.

Die am Ende dieses Kapitels von mir beygefügte beson dere Nachricht kann etwas Licht über die Lebensbedürfnisse in Pekin verbreiten und wieviel Ausgaben nöthig sind, um sich häuslich in dieser Stadt einzurichten.

Eine große Unbequemlichkeit für einen Fremden macht die Verschiedenheit der Maaße und Gewichte, die in Handels sachen und bey Arbeiten gebraucht werden. Es ist schwer, sich in die genaue Berechnung bey der Theilung der Last und des Raumes zu finden. Jede Art von Werkstatt hat ihre be sondere Elle; jeder Kaufmann verschiedener Waaren hat sein Gewicht. Beym Einkaufe von Sachen, da man in ganz China keine andere Münze hat, als Zän g, Tschechen oder Kopeiken von Kupfer, so wird das Silber von dem Käufer

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