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nen lernt. Daher kann nicht jeder Europäer ein chinesisches Buch mit Genauigkeit übersetzen. Die Chineser dagegen be— merken in europäischen Werken und Papieren nicht selten eine überflüssige Wortmenge.
Alles oben Gesagte kann zum Theil einen Begriff von den fast unübersteiglichen Schwierigkeiten geben, die, beson— ders einem Fremden, bey Erlernung dieser Sprache bevorstehen. Indessen sind alle chinesischen Schriftzüge in 214 Buchsta— ben oder vielmehr Schlüssel eingetheilt, durch deren Verei— nigung man zusammengesetzte Begriffe ausdrücken kann. So bedeutet z. B. der Schriftzug, der den Menschen Shing ausdrückt, in Verbindung mit dem Zahlzeichen zwey oder der zweyte, el, und auch wieder ausgesprochen Shing, Liebe, Barmherzigkeit, die ein Mensch dem andern, als seinem zweyten Selbst, zu beweisen schuldig ist. Shing in Verbindung mit dem Schriftzuge ge(he) Waffen, wird fa ausgesprochen und bedeutet: kämpfen, sich schla— gen. Der Schriftzug des Mundes Keu, der ein Quadrat bildet, wenn er von oben noch durch die gerade Linie hung (gung), die Vereinigung bezeichnet, durchschnitten wird, bedeutet: die Mitte und wird ausgesprochen Dshun; wird aber unter das Zeichen der Schriftzug des Herzens Ssing gesetzt, so wird es Treue, Eifer bedeuten, und man spricht es ebenfalls Dshun aus.— Der Schriftzug Keu Mund und das größere Da zusammengeschrieben, be— deuten ein Geschrey, und werden chua ausgesprochen.— Der Schriftzug des Mundes und Schi, ein aufgellärter Beamter, mit einander vereinigt, bedeuten Wohl, Glück, und werden ausgesprochen Dsi.— Der Schriftzug Nj ui ein Mädchen, und Fu eine Mannsperson, zusammengesetzt, bedeuten: Sehnsucht, Verlangen. Baum Mu, zweymahl ausgedruckt, wird Ling ausgesprochen und bedeutet: Ge—


