Teil eines Werkes 
1 (1825) Reise nach Pekin
Entstehung
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des Weges steht ein Tempel aus alter Zeit, dem gegenüber aus den Bergen Wasser in einer hölzernen Röhre geleitet 2 ist. Wir gingen 3 Werste bis zu der verfallenen Festung 6 Schang-huang. Von hier beginnt ein sehr beschwer 1 licher Weg vorzüglich für Wagen. Ungefähr 5 Werste gin 0 gen wir auf diesen mit Steinen übersäeten engen Pfaden, g bis wir zu der Festung Dsiuijun kamen, die vorzüglich 1 diesen Durchgang deckt. Das Innere ihres mittlern Thores 15 ist sehr schön gebaut; auf den Mauern sind Abbildungen n von Helden ausgehauen. Und diese Festung liegt in zwey 0 Linien oder Flügeln der großen Mauer, die zwischen sehr für! hohen Bergen erbaut sind. Die Festung konnte auch Dshin mal gis-Chan nicht bezwingen, während seines Kriegszuges nach. China. Er war genöthigt, von hier in die Mongoley zurück f 67 zukehren, und drang hierauf in die chinesischen Lande von der Westseite durch Kukunnor ein. ö U

In einigen Stellen dieser Schlucht sieht man ländliche 9 Hütten mit nicht großen Ackerfeldern. Bäche rauschen von m den Bergen herab und bilden ein reißend schnelles Flüßchen, v0 das mit Getöse über umhergestreute Steine strömt. Einst waren darüber Brücken von Granit und Marmor gebaut, f ib aber jetzt sind nur noch ihre Trümmer übrig. So beschwer an lich der Weg durch diese Schlucht, wegen der Enge und At Ungleichheit des Bodens ist, so angenehm ist er durch die reizenden Gemählde, die sich bey jedem Schritte darbieten. N Nn Hier stehen furchtbare überhängende Felsen, die bereit n scheinen, den kühnen Wanderer zu zerschmettern, dort stei e nerne Häuser mit lieblichen Gärten, in denen Bäche mur⸗ den meln, und wo man Nuß- und Kastanienbäume, viele Wein bat stöcke, Cypressen u. s. w. erblickt. Auf dem Wege liegen hier und da große Bruchstücke von Porphyr und grauem 0

Marmor. 0 50