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und 5 Fun ausmacht. Zu dieser Ausgabe bewog mich die musterhafte Sorgsamkeit des Podrädschiks um die schnelle För— derung unsrer Reise.
Den 29. Nov.(11. Dec. N. St.) um 9 Uhr des Mor⸗ gens ging die Mission ab.
Aus dem Gasthofe fuhren wir durch die Festung Tscha— dao, die von hohen Mauern umringt ist; sie dient zum Schutze der nördlichen Oeffnung der Schlucht. Weiter von der Festung ist der Weg so beschwerlich, als ihn Keiner von uns noch je gesehen hatte. Der Weg geht zwischen Haufen ungeheurer Steine durch, die von den Felsen durch die Länge der Zeit und durch Regengüsse losgerissen sind. Auf den Seiten sieht man entweder über dem Kopfe hän— gende Felsen, oder Abgründe von spitzigen Steinen umringt; das Hinaufsteigen ist mühevoll, das Herabsteigen gefährlich. Ein wankender Schritt, und besonders zu Pferde, kann hier dem Reiter Verderben bringen; sogar in einem zweyrädrigen Wagen zu sitzen ist gefährlich. Wir freueten uns, daß wir nicht eine von unsern Kibitken mitgenommen hatten; sonst hätten wir sie unfehlbar bey dem ersten Schritte in diese Schlucht wegwerfen müssen.
Von der Festung gingen wir 3 Werste aufwärts auf einen Zweig des Berges Badalin, bey Herbillon Pa— lim, den höchsten Punkt in diesen Gegenden. Dem, wer von da herabschaut, stellen sich die großen gegen Süden befindlichen Berge als unter ihm liegend dar. Dort gelang— ten wir an die große chinesische Mauer, deren äußere Linie die chalgan'sche Mauer ausmacht. Ungeachtet schon vieler
*) S. Duhalde, IV. 425. A. d. V.


