Teil eines Werkes 
1 (1825) Reise nach Pekin
Entstehung
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Ueber keine Gegend Asiens ist soviel von Eu ropäern geschrieben worden, als über das ferne China. Wenn man jetzt von diesem Lande spricht, ist es sehr schwer, gänzlich neue Gegenstände, ungewöhnliche

Besonderheiten zu entdecken. Denn kein einziges Reich

hat, im Laufe der Jahrhunderte, weniger Verände rungen in seinen Gewohnheiten, seinen Gesetzen, seiner Sprache erlitten, als dieses Kaiserthum. Auf der andern Seite muß man bekennen, daß unsere Kennt nisse von dem mittlern Asien, zu dessen Gebieten die Mongoley und kleine Bucharey gehören, noch ziemlich beschränkt sind. Wer kennt nicht die verschiedenarti gen Hindernisse in dem Verkehr mit so entfernten Gegenden? und wer wird nicht zugeben, daß Nach richten von den unter der Herrschaft China's befind lichen Völkern, an Ort und Stelle aus treuen Quel len gesammelt, in jedem Falle von Nutzen für das gelehrte Europa überhaupt seyn können, und besonders für unser Vaterland, das mit ihnen in den engsten Verbindungen steht. Diese Gründe, vollkommen aufgefaßt, wurden von dem Hrn. Director des asia tischen Departements des Ministeriums der auswär tigen Angelegenheiten, Rodofinikin, dem Hrn. Gra⸗ fen Karl Waßiljewitsch Nesselrode, der dieses Mini sterium verwaltet, zur Erwägung vorgelegt. Groß, unvergeßlich ist die Aufmerksamkeit dieser edeln Män

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ner auf meine Reise. Durch Fürsprache Sr. Excel