Teil eines Werkes 
1 (1820) De aratri Romani forma et compositione
Entstehung
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6. Die Peitsche, der Staͤcken oder Prekel genannt, hat an dem Stiele ein kleines zugeschaͤrftes Slech mit einer Lille zum Abstoßen der Erdteose, welche sich auf dem Hagkenbrete zufam men hirben und fest anlegen).

H. Gewshnlich ziehn den Haaken zwey Ochsen s welche an ein Joch gespannt sind. Der Jochbaum wird mit Wieden an den Saatenbaum gebunden, und feine Laͤnge betragt 52 bis 6 Fuß. Ein kurzes Joch reibt die Haͤlse der Zugthiere weniger, weil der Gang derselben neben einangz gleich foͤrmiger ist, als bei einem langen Joche?). Sind an den Stellen des Joch⸗ baums, wo er auf dem Nacken der Thiere liegt, Hoͤhlungen, so nennt man das Joch ein Loͤffelsoch. Ein Joch, woran man drey Ochsen spannt, heißt ein Dreyjoch. Man bedient sich dessen wenn man einen Ochsen baͤndigen will, indem man zwei gebän digte 5 Huͤlfe nimmt, und jenen in die Mitte bringt).

I. In Boden, welcher mit Baumwurzeln durch wachsen ist, werden die Haͤlse der Ochsen haͤufig wund gestoen, und ge braucht der Hater nicht die Vorsicht, das Zugvieh anzuhalten, wenn der Haalen an eine Wurzel stoͤßt, so kann dasselbe leicht Schaden nehmen).

K. Was die Stellung des Haakens betrifft, so hat man mehrere Mittel, um zu bewirken, daß er tiefer oder seichter gehe. Gewoͤhnlich stellt man ihn an dem Haakenbaume, und zwar sehr schnell und leicht. Es ist nehmlich der Haakenbaum mit meh rern Loͤchern versehn, so daß der Stift, welcher das Joch fest haͤlt, sowohl weiter vor, als weiter zuruck gesteckt werden kann. Steckt man ihn weiter vor, so wird das Schaar weiter vom Jo⸗ che entfernt, und die Furche tiefer gemacht, steckt man ihn aber

0) Romani vomerem terra inhaerente rallo, qui sti- mulo praefixus erat, purgabant. Vid. pag. 15.

7) Plin. XVIII. 49. 2. dicit: Araturos boves quam areti/- sime jungi oportet, it capitibus sublatis arent: fie minime colla conlundunt. Conf. F. XVIII. atque Col. II. 2. 22.

8) Vid. pag. 43. lin. 21. et pag. 40. lin. 14

0) Conf. pag. 22. lin. 10. et seq.