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nisse von Außen liefern. Das Volk aber und mit ihm die Landwirthschaft giengen so bald zu Grunde.
Ueber römischen Landbau: Virgil's Georgica üͤers. v. Voß; ferner die Schriften von Cato, Varro, Columella und Palladius zus. herausg. unter dem Titel: Scriptores rei ruslicae ron Geßner, neuerlich von Schneider.
§.„ 28.
Wichtiger für uns ist die Geschichte der teutschen Landwirthschaft, obgleich nicht weniger schwierig. Ob wir uns schon zum Theil, durch die übertriebenen, fabel⸗ haften Berichte der Römer veranlaßt, eine gewiß sehr falsche Vorstellung von den alten Teutschen machen, so scheint doch nicht ohne Grund angenommen werden zu können, daß zur Zeit, wo sie die Römer kennen lernten, ihre Landwirthschaft eben nicht auf einer hohen Stufe der Vollkommenheit stand. Lebensart, Sitten und Clima waren nicht geeignet, jene stille sittliche Kunst, dem Krieg wie der Jagd gleich fremd, empor zu heben. Daß aber jenes alte Germanien, das wir nicht mit dem heuti⸗ gen Teutschland verwechseln dürfen, schon mehrere selbst wildwach sende Pflanzen enthielt, die den Römern sehr erwünscht waren, erfahren wir aus Plinius; dieß waren: Pastinake, Spargel und Nik tiz. Auch scheint die Viehzucht zu jenen Zeiten nicht unbedeutend gewesen zu seyn, was um so wahrscheinlicher ist, da aller landwirthschaftliche Betrieb zunächst mit der Vieh⸗ zucht beginnt und die vielen Weideplätze an den Ströh⸗ men, so wie die bedeutenden Wälder mußten sie begünsti⸗ gen. Schon früh trieben die alten Germanen Pferde—
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