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zucht, aber nach Cäsars Bericht war die Rage derselben schwerfällig und zum Reiten kaum brauchbar. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß das jetzige brabanter das alte ursprüngliche teutsche Pferd ist. Später indeß fin⸗ den wir ungleich mehr Aufmerksamkeit auf dieses edle Thier verwand, und Vegetius, ein römischer Schriftstel— ler über Thierheilkunde, empfiehlt seinen Landsleuten vor— züglich die thüringer Pferde. Das Rindvieh damaliger Zeit schildert man als klein; die Schweinezucht wurde am stärksten betrieben, wozu die Eichen- und Buchenwäl— der wohl sehr behülflich waren. Auch der Schaafzucht widmete man schon einige Jahrhunderte vor Carl dem Großen viele Aufmersamkeit. Vom Federvieh waren die Gänse wegen ihrer Größe besonders berühmt.
§. 29.
Auch der Ackerbau war den Germanen in der frü⸗ hern Periode nicht unbekannt. Sie kannten bereits den Pflug und andere Ackerinstrumente. Unter den Getraide— arten scheint der Hafer ihnen am frühesten bekannt ge— wesen zu seyn; später aber auch der Roggen, Waizen und andere.
§. 30.
Wenn die Landwirthschaft sich bei den alten Ger— manen verhältnißmäßig später erhob als bei andern freyen Völkern, so lag der Grund einmal in dem Mangel der übrigen Gewerbe, welche nur allein die dem Landbau günstigen Consumenten verschaffen, andern Theils aber


