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Ueber Teichfischerei / von Friedrich Teichmann
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ist, geschehen, weil sonst die Fische bei laufendem Wasser leicht aus dem Graben zu fangen sind. Das sogenannte Wehr, welches durch die Auf dämmung entsteht, bekommt mehr Halt, wenn entweder ein Paar Saulen, an jede Seite des Grabens eine, eingeschlagen oder Schwellen gelegt werden. In die Säulen wird eine hochliegende Schwelle, über welche das Wasser laufen muß, eingezapft. Damit das Wasser keinen falschen Weg finden und weder neben den Säulen, noch unter der Schwelle weglaufen kann, so sind kleine Seitenwände nicht zu ersparen, und diese müssen nebst der Schwelle gehörig verpfählt werden. Un ter der Schwelle, wo das Wasser auffällt, wird gedielet, weil es sonst ein Loch auswühlen würde. Die Tiefe des Grabens über dem Wehre wird von dem Wasser, der Schwelle gleich, bald ausgesetzt.

Hechte und Forellen hält man durch den kleinen Wasserfall, welcher dadurch entsteht, nicht ab, denn diese springen, zumal in der Streichzeit, selbst über Rechen, die ziemlich hoch sind. Bei Karpfen und den meisten andern Fischen aber, die in Teichen gezogen werden, erreicht man dadurch seine Absicht eben so gut als mit Rechen, ja oft noch besser, denn selten können die Staken so enge beisommen stehen, daß sich nicht Brut und kleiner Satz durch⸗ zwängen könnte.