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Abhandlung von dem Ackerbaue : Nach den Grundsätzen des Herrn Tull, eines Engelländers ; Nunmehr ins Deutsche übersetzet ; Mit Kupfern / Französisch herausgegeben von Herrn du Hamel du Monceau, Mitgliede der königlichen Akademien der Wissenschaften zu Paris und London, und Inspector des Seewesens in allen französischen Häfen
Entstehung
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Vorrede.

Muß man mehr Saamen in fettes, als in mageres Erdreich bringen? oder soll das Ge⸗ gentheil geschehen? Dieses ist eine Frage, wor⸗ uber sich die Schriftsteller von dem Ackerbaue schon seit langer Zeit getheilet haben. Dieje⸗ nigen, welche die erstere Meynung behaupten, sagen, fettes Erdreich sey im Stande, eine großere Anzahl von Pflanzen zu nähren. An⸗ dere stüͤtzen sich aber auf zween ziemlich starke Gründe, nämlich: das Getraide könne in gei⸗ lem Boden besser, als in magerem, die Winter⸗ fröste vertragen; uber dieses schosse und wachse das Getraide besser in fettem und schweren, als in leichtem und mageren Erdreiche. Da man nach der neuen Art das Feld zu bauen, auf die Stärke und Munterkeit der Pflanzen sehen, und nach Beschaffenheit derselben die Körner in einer größern oder gerüsgern Entfernung von einander säen muß: so folget daraus, daß der wenigste Saamen in solchen Boden kom⸗ men müsse, der die stärksten und muntersten Pflanzen hervor bringet. Auf allen Arten von Boden aber brauchet man weniger Saamen, als sonst, wenn man der Art des Herrn Tull folget. i

Wenn ein Landmann solchergestalt weni⸗ ger aussäen wollte, ohne sein übriges Verfah⸗ ren zu ändern: so würde er Gefahr laufen, gar

nichts