134 W
von 18 Stücken nur ein einziges, freilich das schönste, wofür schon 10 Karolins gebothen waren, von der Epi— demie hinweggerissen; die übrigen(zwei Stücke aus— genommen) wurden nicht einmal von der Krankheit befallen, welche doch vom ganzen Melkstande nur eine einzige Kuh unberührt gelassen hatte.
Das Melkvieh besteht, wie gesagt, aus Stücken hierländischer Art. Von Wunderkühen, welche täglich 20 Maaß und darüber Milch geben, habe ich nichts im Stalle; ich bin zufrieden, wenn mir das Stück— und dieses gehört dann schon zu den beßten,— in den ersten Monaten nach dem Kälbern 10 bis 12 Maaß, und späterhin 4 bis 5 Maß abgiebt. Nach den bisher er— haltenen Milchquantitäten kann ich für eine Kuh jährlich 1000 bis 1100 Maaß Milch annehmen, hiezu ist aber dasjenige Quantum welches das Kalb, in einem Zeit— raume von wenigstens 4 Wochen im Durchschnitte von der Kuh zu beziehen hat, nicht mit eingerechnet. Hätte ich keine Gelegenheit, Milch zu verkaufen, sondern müßte dieselbe zur Buttererzeugniß verwendet werden; so würde die Kuh jährlich— da 12 Maaß Milch ein Pfund Butter geben— nicht mehr als 85 bis 90 Pfund But— ter abwerfen. Der Geldbetrag hiefür wäre per Pfund 20 kr. im Ganzen für eine Kuh 23 fl. bis 30 fl. oder im Durchschnitte 29 fl.; hiezu nun noch das Kalb mit dem berechneten Durchschnittswerth zu 10 fl. geschlagen, betrüge eine jährliche Rente von 30 fl. für das Stück. Nach dem verrechneten Ertrag des Molkenwesens ergiebt sich dieser etwas höher, und ich habe von der Kuh


