Auf die angegebene leichte Art bestelle ich dermal und in der Folge meine Brach-Früchte. Von dem Baue dieser Gewächse in Pifange bin ich deßwegen ab— gegangen, weil die Ackerkrumme noch zu wenig Tiefe hat, und nicht so viele lockere Erde aus dem Boden gehoben werden kann als ndͤthig ist, die Kartoffel und übrigen Brach-Gewächse gehörig mit Erde anzuhäufen. Wer aber tiefen lockeren Boden, und dabei keine zu breite Pifange hat, kann mit diesen wohl fertig werden, und wird sich hiebei noch leichter thun als wie bei breiten Beeten. Erstlich kann der Dünger gleich beim Anstreuen in die Furchen der Pifange, wohin die Kartoffel zu liegen kom— men, geworfen werden, ein Nachgeher beim Pflanzen um denselben in die Saatfurche zu ziehen, ist mithin überflüssig; zweitens kann das Legen der Kartoffel vor dem Einpflügen geschehen: die Arbeit wird dadurch im geringsten nicht aufgehalten, da weder Leger noch Pflü— ger sich hindern oder auf einander zu warten brauchen; auch wird in Gegenden wo Pifange bestehen, und wo die Leute an die oben beschriebene Methode noch nicht ge— wohnt sind, die Arbeit besser geschehen als bei jener, wo wenigstens die ersten Jahre ununterbrochene Aufficht nöthig ist; endlich wird auch drittens das Feld gleich— förmiger bestellt, indem keine Mittelfurchen entstehen, die entstehen müssen, wenn Pifange um breitere Beete zu erhalten, mehrmalen zusammengepflügt werden müssen. Wer hinreichend tiefen Boden hat, und die Kartoffel auf diese Art bestellen will, braucht nachdem das Land gedüngt und die Saatkartoffel in die Furchen gelegt sind, das Feld wie gewohnlich anrainen, das ist von
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Nachrichten über die Königliche Landwirthschafts-Schule in Weihenstephan und über das dort eingeführte Thaersche Ackersystem : mit einem Plan / hrsg. von Max Schönleutner
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