118 N
Schaufeln gewöhnlich auf einmal, indem ich in jeder Reihe die Schaufel zweimal hintereinander durchgehen lasse. Auf diese Art lockert sich der Boden mehr, die Wurzelunkräuter als Quecken, Disteln u. d. gl. welche zuerst unbeschädigt durchgekommen sind, werden eher aus dem Boden gehoben, und dadurch, daß man an die Kartoffelreihen selbst besser hinarbeiten kann, da an der einen Reihe hinauf, an der andern aber herunter gear— beitet wird, wird auch mehr Unkraut vernichtet.— Nach dem lezten Schaufeln lasse ich die Zwischenräume eggen, um das abgeschnittene und vom Boden los ge⸗ machte Unkraut an Tag zu bringen, und der Verdor— rung preis zu geben.
Zu dieser Arbeit eignen sich unsere doppelten Pi⸗ fangseggen ganz vortreflich; die vordere Verbindungs— Kette darf nur gelöset und die hintere etwas weiter ge— stellt werden, so schleift jede Egge in der geschaufelten Furche, die Kartoffelreihe selbst aber zwischen den bei⸗ den Eggen durch. Auf diese Art leidet das Kartoffel— kraut nicht den geringsten Schaden, und keine Pflanze wird aus dem Boden gerissen.
Haben die Kartoffel-Pflanzen eine Höhe erreicht, daß sie das Häufen ertragen können, so geschieht dieses durch die Kartoffelhacke. Dieses Instrument ist sehr einfach und kann so wie die Kartoffelschaufel wohl in jedem Dorfe verfertiget werden; es besteht größten Theils, aus Holz, hat zwei bewegliche Streichbreter und kein Vordergestell; die Anspannung geschieht an ei—
n„


