Druckschrift 
Nachrichten über die Königliche Landwirthschafts-Schule in Weihenstephan und über das dort eingeführte Thaersche Ackersystem : mit einem Plan / hrsg. von Max Schönleutner
Entstehung
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Im Herbste wird das zu Kartoffeln bestimmte Feld aus den Pifangen in breite Beete zusammenge— pflügt, geegget und dann unberührt bis zum Früh— jahre liegen gelassen. Im Winter wird der Dünger in Haufen aufgeführt, und im Frühjahre, kurz vor der Saatzeit, auseinander gebracht. Das Feld im Frühjahre vor der Saat noch einmal zu pflügen, ist nicht nöthig; wohl aber muß getrachtet werden, daß das bis zu diesem Zeitpunkt keimende Unkraut zerstört werde, was durch den Extirpator am besten geschieht; zu Ende Aprils oder Anfangs Mai kann dann zur Saat selbst geschritten werden.“)

Das Legen der Kartoffeln geschieht nach dem Pfluge, und um die gehdrigen Abstände zu erhalten, jedesmal in die dritte Furche. Zum Einlegen der Sezlinge sind in nicht zu beträchtlichen Entfernungen Weiber oder Kinder angestellt, welche dieselben nach dem dritten Pfluge Stück für Stück von 6 bis 8 Zoll Entfernung in die Furche legen; um die Leger in der Arbeit nicht aufzuhalten, sind eigene Männer zum Zu— tragen der Kartoffel beigegeben. Dem dritten Pfluge, nach welchen die Kartoffel gelegt werden, folgt ein Mann mit einem Rechen(Harke), welcher den zu—

*) Wenn in der Folge das Brachfrüchteland Repps oder Roggen zur ersten Frühjahrsfutterung trägt, so kann weder die Rührfurche, noch der Extirpator Statt finden; sondern nach der Aernte dieser Gewächse wird der Dün⸗ ger auseinander gebracht und die Kartoffel mit Dünger und Stoppeln eingepflügt.