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scher erfodert, um in derselben Zeit 160, also eben so viele Schläge auszuüben, als eine Trom- mel an der Maschine. Auf 2 Trommeln entfallen daher 8, auf deren 5, 12, und auf 4 Trom- meln 10 Drescher. 5 n
Dieses in der Voraussetzung, dass die Handdrescher 30 gut in der Arbeit aushalten als die Maschine, und ihre Schläge alle 30 wirksam ausfallen als jene der Trommeln. b
Diese Berechnung stimmt mit der Ausübung auch zimlich überein. Es ist bekannt, dass ein fleissiger Drescher von kleinen Gebünden an Sommergetreide täglich 5 bis höchstens 11% Schock, vom Wintergetreide aber nur höchstens 1 Schock ausdreschen könne;(ob vollkommen rein ist eine andere Frage) von grössern Gebünden aber nur 35 oder 2 der angegebenen Zahl, und dass weniger fleissige Arbeiter, oft noch den halben Vormittag des nächsten Tages damit zu thun haben.
e Da nun bei einer Maschine, welche mit 2 Trommeln arbeitet, die Anlage mit 50 Um- güngen rein ausgedroschen ist, 30 werden hiezu nach obiger Berechnung 50 Minuten erfodert, in welcher Zeit, 00 Schläge geschehen. Rechnet man die Zeit des Auflegens und Abräumens der Ten e, so wie die Zeit des Wendens nach je 10 Umgäugen zusammen pr. 15 Minuten dazu, und nimmt man ferner an, dass die Tenne 50 im Durchmesser habe, 80 dass füglich auf einmal 11 Schock aufgelegt werden könne, 30 drischt die Maschine mit 2 Trommeln in je 3 Stunden 11% Schock, und den Tag nur zu 8 Stunden gerechnet, wenigstens 10 Schock. Dabei braucht sie zu ihrer Bedienung nur 2 Menschen und 2 Pferde, und leistet daher so viel als 8 bis 10 recht fleis- sige Drescher nur mit Mühe leisten können. 5 5
a In der Dreschmühle auf der ök. Anstalt wurden im Durchschnitte täglich zwischen 5 und 6 Schok gedroschen, wobei nur die beiden Wirthschaftsknechte des einen Meyerhofes ver- wendet wurden. Nebst diesen hätten daher, um eben so viel zu dreschen noch 4 Tagwerker oder Handdrescher à 15 kr. oder zusammen 1 fl. M. M. gehalten werden müssen. Bringt man die Erhaltungskosten der 2 Wirtshchastspferde, welche dabei verwendet wurden, beiläufig so, wie sie der Wirtschaft zu stehen kommen, mit täglichen 20 Kr. M. M. in Abschlag, so entfällt für die Wirth schaft, nebst einem reineren Abdrusch, der tägliche nicht unbedeutende Gewinn von 40 kr. Silbergeld.
Die Ursachen, warum auf der 6k. Anstalt täglich nur beiläufig 6 Schock, und nicht wie früher berechnet, 10 Schock gedroschen wurden, liegen darin: 5
1. Begann diese Arbeit immer erst nach 8 Uhr Morgens, weil die Knechte früher an- dere Haus- und Hofarbeiten zu verrichten hatten; weil, da mit den Pferden gar nicht gewechselt, und ihnen auch zu ihrem geschmälerten Winterfuiter nichts zugelegt wurde, man ihnen 2, auch 2 1. Stunde Mittagsruhe vergönnte. Weil ferner das Dreschen nur bis 5 Uhr Abende forigesetzt Wur- de, um die Knechte wieder zu andern Arbeiten verwenden zu können. Es entfällt daher auf 1 Ar- beitsstunde beiläufig 1 Schock. i f
2. Sind die Garben sehr gross gewesen, so dass bei dem so sehr beschränkten Raum der Dreschtenne, die nur 30 Durchmesser hat, nur 2 bis 30 Garben aufgelegt werden konnten, wodurch die oft wiederhollte Arbeit des Auflegens und Abräumens viel Zeit wegnahm. Zudem muss- ten die Garben während des Dreschens wegen Mangel an Raum in der Scheuer aus den Feimen vom Felde, oder aus den Nebengebäuden durch die Knechte zugetragen werden.
3. Bei dem kleinen Umkreise, den der Trippelweg bildet, war den Pferden das Herum- gehen sehr mühsam, daher man sie nicht so scharf antreiben konnte.
A. Endlich beeilte man sich auch aus dem Grunde weniger mit dem Drusche, um ihn längere Zeit bis zu einer bessern Witterung hinaus zu ziehen, und der Bestimmung dieser Anstalt ge- mäss den Besuchern Gelegenheit zu geben, die Maschine in ihrer Wirksamkeit in Augenschein neh- men zu können. 5
Es wurde auf der 6k. Anstalt mit dieser Dreschmühle die gesammte Erndte des Ideineren Meyerhofes, welche aus Gerste, Heidekorn, Rocken und Weitzen bestand, gedroschen. Ungeach- tet der kräftigen Schläge, die sie ausübt, wurden gar keine Saamen zerschlagen, ja selbst die be- reits ausgedroschene Gerste wurde, von allem Stroh befreit, um die Grauen zu entfernen, ohne al- len Nachtheil scharf überdroschen. Geschieht das Wenden der Auflagen bloss mit den Händen und nicht mit der Forke, 80 erhält man eben s0 wie beim Handdrusche schönes Richtstroh. Uebrigens tritt der nehmliche Umstand wie beim Handdrusche ein, dass sich die Sommerfrüchte leichter als die Winterfrüchte dreschen, und dass die Arbeit beim Frostwetter leichter als bei feuchter Witterung vor sich geh'. Jede Auflage von Gerste wurde in 11 bis 14 Minuten, vom Heidekorn, welches sehr mit Gras durchwachsen war, in 12 bis 15 Minuten, vom Winterweitzen und Winterrocken in 15 bis 18 Minuten vollkommen rein ausgedroschen. Hafer zu dreschen wurde nicht versucht.
Es gibt auch noch manche Umstände und Vorkehrungen, welche die Wirksamkeit der Maschine um viel vermehren können, wie z. B. 5 oder 4 angebrachte Haspeln, welche gleichzeitig wirken, und für grosse Höfe zwei oder mehrere solche Dreschmühlen, um den Drusch möglichab früh zu beenden. Wenn man ferner noch einen Arbeiter zugibt, der die Garben vorrichtet, und
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