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das hinausgeschaffte Stroh weiter bringt; wenn man mit den Pferden, um sie nicht zu stark anzu- strengen, allenfalls jeden dritten Tag wechselt, besonders wenn vom frühen Morgen bis spät Abends gedroschen werden soll. Wenn sich die Scheuer unmittelbar am Dreschschroppen befindet, um mit dem Zu- und Abtragen keine Zeit zu versäumen; wenn allenfalls unter der Mitte der Dreschtenne ein ausgezimmertes Loch und Kanal angebracht wäre, um das Stroh und Dreschgut alsogleich hinein schieben zu können, damit es andere Arbeiter entfernen, und die Maschine nicht längere Zeit still stehen müsse u. d. gl.. f a 4 5 f Die Kosten zur Erbauung einer solchen Dreschmühlle sind gar nicht bedeutend, und werden sicher allerorts noch geringer entfallen, als diess auf der 6k. Austalt der Fall war, Iu dieser Beziehung ist zu erwägen, dass die daselbst erbaute, die Erstlingsmaschine ist; dass alles hiezu erfoderliche Holz aus der zwei- ten Hand, nehmlich vom Juden erkauft wurde; dass alle Arbeit am Iolze und an den Kiscutlieilen nach dem Lemberger Stadtpreis hezalilt werden musste; und dass endlich, was in theoretischer Hinsiclit wohl nicht leicht voraus zu selien war, die Maschine in einzelnen Theilen abgeändert werden musste. Ohne die Kosten der Abänderungen in Anschlag zu bringen, ergeben sicht die Auslagen bei dieser Dreschmühle, deren Tenne 39 Durchmesser, und zwei Haspeln hat, wie folgt:
a. Holz materiale.. fl. kr. 10 Stück krumm gewachsene Birkeustämme, um die Drescheln daraus zu schneiden, nebst Fuhrlouhn 5— 15 59 lange, 5“ dicke Eichenriegel zu den Säulen um die Tenne à 1 fl... 4— 4 lange Fichenriegel zu Polsterhölzern unter die Tenne à 1 fl. 12 kr. 5 7 1 18 30— Weiche Pfosten 3“ dick, 29 lang, zum Belegen der Tenne à 42 kr. 5. 6— Eichenpfosten 3“ dick, 29 lang, zum Tenuenkrauz à 1 fl. 30 kr. 5 5. 3 4— Eichenpfosten 3“ dick, 2% lang, à 1 fl. 15 Kr. die Hlafter, zu den Haspeln 10— 60 Sofitbretter zum Verschallen der Tenne à 8 k ra. 38— 1 Eichenstamm zur Mittelsäule und zu den 2 Stockräderrn. 5... 3— 20 Stück Dachsparren 29 lang, zur Barriere des Trippelweges, à 30 Kr...* 30 weiche, zöllige Breiter, 10“ lang, zum Verschlagen der Trippelwegbarriere, à 50 kr. 18— 2— Üweiche Bretter 30 lang, zur Rinne zum Abschieben des Dreschgutes v. d. Tenne à1 fl. 2—
N Ausgabe für Holzmateriale 105 43 b. An Nägeln.
1000 Stück halbe Brettnägel. 2. 5... 8 5 1„ 5— 50 ganze detto 5. 1 4 8 f 8 3 5 5 8„— 30 4 30
50—— 5“ lange Nägel zur Tenne f 5 4 5 8 5— f 8
Ausgabe an Nägeln 10— c. An Taglohn. 2 Zimmerleute 1 Zimmermann
ene„ — detto. 5.. 8„... 29 2
Ausgabe an Taglohn„ 108 54
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d. An Eisenbeschläge. Für die beiden eisernen Stangen nebst Zugvorrichtungen, den Reif und grossen Nagel am Mit- telklotz; für das Bereifen der Trommeln, Stockräder und das Ausbuchsen; für 16 Schrauben zum Anmachen der Pratzen an die Leisten, und Ausbuchsen der Pratzeulöcher; dann für 26 Nägel zum Anstecken der Schlegel, und für den Beschlag und Ausbuchsen derselben 150— Anmerkung. Die grossen Nägel am Tennenkranze, und die eisernen Triebstöcken in den 5 Stockrädern kommen hier aus dem schon oben angeführten Grunde in kei- nen Anschlag. 5 8
Hiemit entfallen die Gesammtkosten mit... 3372 42 5 oder circa 140 fl. C. M.
Es ist nun wohl gewiss, dass mau um nocli viel weniger, als um diesen Stadtpreis, um welchen diese nur 30 im Durchmesser haltende Dreschmühle erbaut wurde, andern Orts eine derlei von 5% im Durchmesser erbauen könne. Erwägt man ferner, dass aucht die Bepfostung der Tenne durch einen gestampften Boden ersetzt werden könne, und dass manchen Wirthschaften sowolil das Holz, als dessen Bearbeitung fast gar nichts kostet, so müssen die Erbauungskosten noch viel niedri-
ger zu stehen kommen, und es ist nur das wenige Eisenwerk als eine wesentlichere Auslage zu be-
streiten übrig. Lemberg im Monate May 1826.


