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Beschreibung und Abbildung einer neuen und einfachen Dreschmühle : welche auf die ausdaurende Kraft und den gewöhnlichen Schritt zweier mittelstarker Pferde berechnet ist und zu ihrer Bedienung zwei Menschen erfodert ; so wie sie im Jahre 1823 von ... M. Stecker ... erdacht, im Jahre 1825 ... erbaut und seither in ersprisslichen Gang gesetzt wurde / M. Stecker
Entstehung
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führt. Die folgenden Paar Tage wurden sie zwar angespannt, und eben 80 herumgeführt, allein sämmtliche Schlegel waren an den Haspeln festgebunden. Die ferneren Tage wurde dasselbe wiederhollt, etwas Stroh auf die Tenne ge- streut, und Anfangs an jedem Haspel nur ein Schlegel losgelassen; bei aberma- liger Wiederholung der Lektion 4, 6, 8. u. s. w. 80 dass die Pferde in 6 Tagen vollkommen abgerichtet waren. 0 8

f Die Anspannung ist die gewöhnliche, jedoch muss des Trittel viel brei- ter seyn als an einem Wagen, weil die Pferde sonst bei der stets hreisenden Be- wegung, die sie machen müssen, durch die Stränge an den Seiten zu stark ge- rieben und eingeschnitten werden. Uebrigens ist es gut die Pferde etwas kürzer als an die Wägen anzuspannen. g

Bei mittelgrossen Pferden wird, vermöge der angegebenen Höhe des Tennenrandes und des Stochrades, die Zuglinie von der Brust gegen den An- spannungspunkt um ein Paar Zolle nach aufwärts steigen, wodurch allerdings von der Zugkraft etwas verloren geht; allein dieses ist von gar keiner Bedeutung, da die Last weit unter der Kraft des Pferdes ist, und höchstens ein Sechstheil der- selben in Anspruch nimmt, indem ein Mensch ohne besondere Anstrengung eine Trommel in Bewegung setzen kann. Im Gegentheile ist diese Richtung der Zug- Iinie sogar beabsichtiget, um das Stockrad mehr auf den Kranz zu drücken, und seine Umwälzung und die Mitbewegung der Trommel dadurch zu befördern.

Das vodere Pferd ist mit einem Leitseile versehen, damit es der Füh- rer in jedem Augenblicke still halten könne. Damit das zweite, und falls eine zte und Ate Trommel angebracht ist, die folgenden Pferde immer in gleicher Di- stanz von einander bleiben, und die Schlegeln nicht in einander schlagen, sind sie durch hinreichend lange, leichte Stangen von einander getrennt, so dass das eine Ende mittelst eines etwas hängenden Strickes an der Trense des einen Pfer- des, das andere aber an der Eisenstange seines Vorpferdes angebunden ist. Man betrachte die 19te Figur. f 5

Den Pferden die Augen gänzlich zu verbinden, um das Schwövindlichwerden zu verhüten, halte ich für ganz überflüssig; erstens weil Ackergferde, die man zu höchst mannigfaltigen Arbeiten verwendet, dadurch leicht verdorben werden könnten, und man dadurch die Thiere überhaupt zu sehr beüngstiget; zweitens weil, wenn die Tenne 5% im Durchmesser hat, und auch der Trippelweg wenig- stens 5/ breit ist, wodurch den Pferden eine ungezwungenere Bewegung möglich wird, man den Schwindel nicht zu befürchten hat. Obgleich die Tenne auf dem ök. Institute nur 3 im Durchmesser, und der Trippelweg nur Breite hat, gingen dieselben Pferde mit blossen Scheublenden durch mehrere Wochen tag täglich ohne allen Nachtheil in der Dreschmühle. 3

Da die erforderliche Bewegung der Pferde nur in ihrem natürlichen Schritte besteht, und die Last gar nicht bedeutend ist, ja ein Pferd auch 2 Trom- meln bewegen könnte, und da sie ferner bei jedesmaligen Auflegen und Abräu- men der Tenne still stehen und ausruhen, darf man nicht besorgen, dass sie zu sehr angestrengt werden, oder wohl gar in Schweiss gerathen.

Befürchtet man aber, besonders bei nicht hinreichenden Luftzug im Dresch- schoppen, dass der Getreidestaub, vorzüglich wenn Pferde nicht rein geputzt werden, Hautkrankheiten erzeugen könnte, so überhänge man sie über. den Leib und Hals mit einer Decke von grober Leinwand. Auch wird es sehr dienlich