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Beschreibung und Abbildung einer neuen und einfachen Dreschmühle : welche auf die ausdaurende Kraft und den gewöhnlichen Schritt zweier mittelstarker Pferde berechnet ist und zu ihrer Bedienung zwei Menschen erfodert ; so wie sie im Jahre 1823 von ... M. Stecker ... erdacht, im Jahre 1825 ... erbaut und seither in ersprisslichen Gang gesetzt wurde / M. Stecker
Entstehung
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*** 3. 2 8 9. N e 2 2 3 3 8 5 8 rr r erer 1 0 4 5 * N 1 ihrer Bedienung. Der eine Arbeiter befindet sich auf der Tenne, und ist damit

beschäftiget, das sich allfällig verschiebende Getreide mit einer Forke wieder in die gehörige Lage unter die Trommeln zu bringen; der audere hält die Pferde im gleichfôrmigen Schritte. 8 3. ü 5

Ist die Anlage auf der einen Seite ausgedroschen, was nach Beschaffen heit des Getreides durch einen 6 bis 10 maligen Umgang bewirkt wird, so wird das Zugvieh angehalten, beide Arbeiter wenden mit den Händen das Getreide, und legen es in derselben Richtung, in der es sich vorher befand. Man lässt sodann die Pferde um einige Schritte weiter gehen, um auch das unter den Ha- speln befindliche Getreide wenden zu können. Hierauf beginnt die Arbeit vom Neuen durch einen abermaligen Drusch von 6 bis 10 Umgüngen. Will man lan- ges oder Richtstroh haben, so geschieht das Wenden, Umlegen und Ausbeuteln auch zum Sten und zum Aten mal mit den Händen. Will man aber blosses Ritt- stroh, welches durch die Lindigkeit, die es bekömmt, zur Streue und zum Füt⸗ tern sehr dienlich ist, dann geschieht das öte und ate Wenden, Lüften und Rüt- teln, ohne dass die Maschine still steht, von dem auf der Tenne befindlichen Ar- beiter mit der Forke, indem er der zweiten Trommel immer nachgeht, und die- se Arbeit verrichtet, wobei er sich aber zu beeilen hat, weil ihm sonst die erste Trommel auf den Rücken kömmt, und mit Schlägen bedienen würde. Die bei- 8 den Arbeiter wechseln in diesem Geschäfte. Ist alles rein ausgedroschen, so wird f das Stroh ausgerüttelt, hinweggeshafft, und die Arbeit beginnt von vorne.

Nach einem drei- bis viermaligen Abdrusch wird es nöthig, das schon zu hoch angehäufte Dreschgut vom Umkreise der Tenne zu entfernen, um die Wirkung der Schläge nicht zu sehr zu vermindern. Man schiebt es daher einst- weilen in die Mitte der Tenne, und häuft es um den Mittelklotz in einen Hau- fen, um es Abends durch die in der Tennenwand befindlichen Thürchen, mit- telst einer aus Brettern zusammenstellbaren Rinne, an einen gelegenen Ort der Scheuer schieben und aufbewahren zu können.

5 Die Schnelligkeit der Maschine ist nach dem natürlichen Schritt mittel- f grosser Pferde berechnet, und sie dürfen nicht über diesen Schritt angetrieben 8 werden, weil sonst die Schlegel zu sehr der Centrifugalkraft folgen, und weni- ger kräftig schlagen. Gehen hingegen die Pferde gar zu träge, dann ist die Wurfkraft der Haspeln zu wenig thätig, und die Schlegeln wirken fast nur durch ihre Fallkraft allein, wodureh der Schlag zu leicht ausfällt. Schon durch das blosse Gehör lässt sich beurtheilen, ob die Pferde den gehörigen Schritt halten.

Gut abgerichtete Pferde bedürfen keines Führers, weil sie durch blosses Zu- rufen gelenkt, angetrieben und zum Stehen gebracht werden können.

Die Abrichtung der Pferde ist jedoch bei dieser Dreschmühle etwas schwieriger, und muss mit aller Gelassenheit geschehen. Die auf dem ök. Insti- tute befindlichen Ackerpferde wollten anfangs in dieser Dreschmühle durchaus nicht gehen, denn sie wurden sowohl durch das grosse Gepolter der 16 Schle- gel, als dadurch, dass diese sich unmittelbar hinter ihnen in die Luft erheben, und gleichsam zu schlagen drohen, scheu gemacht. N

Die Pferde wurden daher vor allem mit Scheublenden versehen, und mit dem Geschirre angethan, jedoch unangespannt, eines hinter dem andern, von zwei Knechten durch ein Paar Tage eine halbe Stunde auf dem Trippelweg herumgeführt. Sie mussten sodann den ganzen Tag daselbst zubringen, bekamen 5 daselbst auch ihr Mittagsfutter, und wurden erst Abends wieder in den Stall ge-

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