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Beschreibung und Abbildung einer neuen und einfachen Dreschmühle : welche auf die ausdaurende Kraft und den gewöhnlichen Schritt zweier mittelstarker Pferde berechnet ist und zu ihrer Bedienung zwei Menschen erfodert ; so wie sie im Jahre 1823 von ... M. Stecker ... erdacht, im Jahre 1825 ... erbaut und seither in ersprisslichen Gang gesetzt wurde / M. Stecker
Entstehung
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2 * Zweckdienliche Dreschmaschinen sind für grosse Güter in wenig be⸗ wobnten Gegenden, so wie für solche, welche an Fröhnern und Arbeitern Man- gel leiden, und auch für kleinere Wirthschaften, welche mit Taglöbnern arbei- 3 f ten, und daher mit letzteren in keine Konkurrenz treten können, böchst wich- 2 tige landwirthschaftliehe Erfindungen. Sind sie wohlfeil und einfach, so steht 9 auch hein Hinderniss im Wege, sie auf grösseren Wirthschaften in mehreren N Exemplaren aufgestellt.

N Unter den mir hekannten Dreschmaschinen könnte wohl die Rutzendor- fer als die einfachste aufgestellt werden; allein sie dürfte besonders für nörd- liche Gegenden; wo in den meisten Jahrgängen keine ganz vollkommene Ausrei- fung und Trochnung, besonders der Winterfrüchte erfolgt, zu unwirksam seyn. Am entgegengesetzten Ende steht nach meiner Ansicht die schottische Dreschma- schine als eine der wirksamsten, aber auch ungemein kostspieligen, und eben

ö daher von geringerer allgemeiner Anwendung. 5 N ö Die vorletzt jüngste unter den Dreschmaschinen, die ich jedoch nicht kenne, dürfte wohl die im Königreiche Pohlen von einem Uhrmacher, Herrn Kuhdjebahit, erfundene, und unter dem Namen der polnischen bekannt gewor- den seyn. 80 weit meine Privatnachrichten reichen, wurde sie auf gemeinsame Kosten erbaut, scheint aber zu keiner Anwendung gekommen zu seyn. Die spä- terhin zu beschreibende könnte man nach ihrer Bauart die Haspel-Dreschmühle, f 4 oder nach dem Lande, wo sie zuerst aufgestellt und in Anwendung gesetst wur- ö de, die galizische nennen.

Ist eine Dreschmaschine in ihrer Nebeneinrichtung noch so gebaut, dass sie nicht an eine Art bewegender Kraft gebunden ist, sondern bald durch Wasser, bei Mangel dessen, oder bei Frostweiter durch Zugthiere, oder durch eine Dampfmaschine u. s. W. in Bewegung gesetzt werden kann, so wird öhr Werth, da sie dann für verschiedene Lokalitäten und Umstände passt, noch mehr

erhöht.

Als mir im Jahre 1822 von höchsten Orten die Leitung der landst. ök. prakt. Anstalt als Ehrensache, neben meinem eigentlichen Amtsgeschäfte, anver- traut wurde, sah ich mich vorerst veranlast den bisher auf dieser Wirthschaft üblichen gemeinen hölzernen Pflug, als das erste und nothwendigste Ackerwerk- zeug, welches nach der bestehenden Wirthschaftsordnung von den Knechten stets auf eine erbärmliche Weise zusammen gestoppelt und geflicht wurde; in einen,

5 aus einem Stücke gegossenen eisernen mit gewundenen Streichbrett umzuwandeln, und bei der Wirthschaft einzuführen, bevor ich bei meiner beschränkten Musse, meiner gleichzeitig gefasten Idee eine Dreschmaschine zu bauen Gehör geben

3 konnte.

1 Im Jahre 1823 entwarf ich hiezu die Zeichnung, und liess ein genaues

.. Modell verfertigen. Sowohl vom Modelle als von einer genauen Beschreibung

ö 0 haben die betreffenden Behörden Kenntniss genommen.

In so ferne sich die erfolgreiche Wirkung schon am Modelle hund

f 8 that, konnte ich dem Drange, diese Dreschmühle in der Wirklichkeit zu erpro-

a ben, um so weniger widerstehen, als mich auch mehrere Sachkundige hiezu auf-

forderden, und einzelne allfällige Mängel bei der wirklichen Ausführung leicht zu heben wären, als ferner ein entsprechender und wohlfeiler Dreschapparat für die Lehransalt, welche den Drusch- durch Taglöhner versehen muss, wodurch alljährlich beinahe ein Viertheil des Erndteertrags aufgezehrt wird, höchst ent-

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