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sprechend wäre, und als es endlich auch die Bestimmung dieser Anstalt ist, alle
landwirthschaftlichen Neuerungen und Erfindungen, welche nur immer einige
Wahrscheinlichkeit eines glüchlichen Gelingens an sich tragen, daselbst zur Förde- rung der land wirtschaftlichen Kultur zu prüfen, zu erproben, und zur allgemei- neren Kenntniss zu bringen. a
Da ich jedoch kein Grundbesitzer bin, so konnte mich die Sache nur in streng wissenschaftlicher Beziehung interessiren, und so hart es mir fiel, bei meinem beschränkten Einkommen eine bedeutende baare Auslage fürs Allgemeine zu machen, besonders da mir die Leitung dieser Anstalt blos als Ebrensache zu- steht, war mein Entschluss zur Erbauung dieser Dreschmühle ins Grosse dennoch gefasst; allein durch mehrere unglückliche Ereignisse in meiner Familie wurde ich daran auf längere Zeit gehindert. 5
Erst zu Ende November des v. J. begann ich mit zwey gemeinen Zimmerleuten den Bau, wozu als Obdach ein Theil der auf dieser Anstalt vor- handenen Scheuer, ohne alle weitere Veränderung, verwendet wurde. Da je- doch ihr Breitenraum viel zu enge ist, und zwar beinahe um 3 volle Klafter, als dass die Mühle nach dem entworfenen-Massstabe hätte aufgestellt werden können, musste sie um eben so viel verkleinert werden, wodurch sie bei denselben be- dienenden Kräften in einer gegebenen Zeit kaum die Hälfte dessen leistet, was sle in ihrer wahren Grösse erbaut leisten könnte. Es wird späterhin Gelegenheit seyn, ein Mehreres hierüber anzuführen, und auch die Kosten der Erbauung darzustellen. 5
Sie wurde ganz nach dem oben berührten Modelle erbaut, und die im verflossenen Monathe d. J. gemachten Erstlings- Druschproben fielen nicht un- günstig aus. Jedoch zeigte sich hiebei, dass die Verkleinerung der Trommeln oder der Haspeln, woran die krummen Dreschelu hängen, bis auf 202% im Durchmesser, und die Vergrösserung der Stockräder, welche auf dem Kranze herumlaufen, bis auf 18“/ im Durchmesser eine noch grössere Wirksamkeit her- vorbringen würde, und dass sodann die eisernen Nägel auf dem Kranze, se wie die Triebe in den Stochrädern überflüssig werden. Die Haspeln und Stockräder wurden demnach abgeändert, und in diesem Zustande, in welchem sich die Dreschmühle gegenwärtig befindet, wurde die ganze vorjährige Kreszenz des klei- neren Vorwerk dieser Anstalt mit genugthuendem Erfolge, und gänzlicher Er- sparniss an Taglöhnern ausgedroschen,
Sie fordert zu ihrer Bedienung, wenn die Arbeit nicht besonders be- schleunigt werden soll, nur zwei Arbeiter und zwei Pferde von mittelmässiger Stärke, die sich nur im gewöhnlichen Schritte zu bewegen haben..
Unterm 15. März d. J. geschah an das bochausebnliche landständische Ausschusskollegium die Anzeige, dass die bewusste Drechmühle nun wirklich ins Grosse erbaut, und in Anwendung gesetzt worden ist, und dass zur allgemeineren Bekanntmachung eine kurze Einrückung in die polnische and deutsche Lemberger Zeitung veranlasst wurde, welche es jedem gebildeten Landwirthe und Freund der Landwirthschaft frey stellt dieselbe in Augenschein zu nehmen.
i Genaue Modelle im Zwölftheil- Maassstab, wornach der Bau ins Grosse sehr leicht bewerkstelliget werden kann, verfertiget der hierortige Universitäts- Mechanikus Herr Johann Jürgens um billigen Preis. Ein solches Modell ist auch in der Modellensammlung der landwirthschaftlichen Schule an der Universität zu sehen.
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