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Beschreibung und Abbildung einer neuen und einfachen Dreschmühle : welche auf die ausdaurende Kraft und den gewöhnlichen Schritt zweier mittelstarker Pferde berechnet ist und zu ihrer Bedienung zwei Menschen erfodert ; so wie sie im Jahre 1823 von ... M. Stecker ... erdacht, im Jahre 1825 ... erbaut und seither in ersprisslichen Gang gesetzt wurde / M. Stecker
Entstehung
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D. Anzahl der bis nun erfundenen Dreschmasehinen ist wirklich nicht unbe- dentend. Weber zühlt ihrer in seinem praktischen Handbuche der Feldwirth- schaft 4d auf, welche Zahl seit einigen Jahren her noch höher angewachsen seyn dürfte. Ihrer viele hatten kaum die Geburt erreicht, als sie der Unzweck- dienlichkeit wegen wieder in Vergessenheit verfielen. Es ist wirklich auch kei- ne kleine Aufgabe, wenngleich nur den grössten Theil der Foderungen zu er- füllen, welche man an ein gutes und brauchbares landwirthschaftliches Geräthe stellt; denn es soll nicht nur wohlfeil, möglichst einfach, dauerhaft und zu ver- schiedenen Zweeken leicht abänderlich seyn, sondern man fodert noch eine leichte und kunstlose Behandlung, und dabei eine möglichst vollkommen verriehtete Arbeit.

Zwar rühmen die Erfinder die Wirkung ihrer Werkzeuge und Maschi- nen gewöhnlich sehr hoch, allein dib wirkliche Anwendung beweiset nicht selten gerade das Gegentheil. Ist der Ersinder nur praktischer Landwirth, dann fehlt es ihm gewöhnlich an richtigen Kenntnissen in der Mechanik, und die Berech- nungen sind gewöhnlieh unrichtig, so wie die Beschreibungen dunkel und unver- ständlieh. Hiezu kömmt noch der Umstande, dass sie fast immer nur ibre Lokali- tät, ihre Wirthsehaftskräfte, und die Willfährigkeit nebst der Geschiehlichkeit ihres Dienstgesindes, oder ihrer Fröhner ver Augen haben, und dlaher die Allge- meinheit nicht berücksichtigen. Ist der Erfinder ein wahrer Mechaniker, dann ist wohl die Berechnung richtig, die Theile der Maschine erscheinen wohl geord- net, aber der Zweck ist gewöhnlich einseitig, oder da er das Gewerbe der Land- wirthschaft zu wenig, oder gar nicht kennt, oft auch ganz verfehlt. Zu Erfin- dern landwirthschaftlieher Maschinen scheinen daher nur wissenschaftlich gebildete, und zugleich praktische Landw,irthe berufen zu seyn. Allein wie ihrer wenige haben Zeit und Gelegenheit zur wirklichen Ausführung und Erprobung ihrer Er- findung. 5 3. Kleine Dreschmaschinen, besonders noch wenn sie durch Mensehenhän- de in Bewegung gesetzt werden müssen, sind zu unwirksam, und gewähren we⸗ der eine Ersparung an Zeit, noch an arbeitenden Kräften. Grössere sind in der Erhaltung zu kostspielig, und in der Anschaffung oft so theuer, dass die aller- meisten Landwirthe eine soiche Vorauslage nicht ersehwingen können, ja oft mit den blossen Linsen des Ankaufskapitals den Drusch dureh Menschenbhände zu be- streiten im Stande sind.

Viele dieser Maschinen wirken gar zu stark, verderben daber das Strok gänzlich, und zerschlagen die Körner, viele wirken zu schwach, und dreschen daber nicht rein aus. Es ist somit gewiss, dass eine gute Dreschmaschine in ih- rer Wirkung, wobei es nicht so sehr auf die Gewalt der Schläge ankömmt, als auf die prellende und zitternde Bewegung, in welche die Halme versetzt wer- den sollen, sich möglichst der Wirkung des Handdrusches mit Ersparung an Zeit und Kosten nähern müsse.

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