Teil eines Werkes 
1 (1802) Biologie oder Philosophie der lebenden Natur. 1
Entstehung
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theilt ist. Jede Bewegung nun, welche von äus- sern Kräften herrührt, welche mitgetheilt ist, nen- nen wir eine mechanische, und diejenigen Bewe- gungen, wodurch sich das Leben äussert, unter- scheiden sich von den mechanischen, folglich da= durch, dafs sie nicht durch äussere,sondern durch

innere Ursachen hervorgebracht werden.

So leicht nun auf den ersten Anblick die Unter- scheidung der Lebensbewegungen von den mecha- nischen zu seyn scheint, so unzureichend findet sich bey genauerer Untersuchung der angegebene Unterschied. Wäre der lebende Körper ein ganz isolirtes Wesen, das jeden Grund seiner Bewegun- gen nur in sich selbst enthielte, so wäre die Gränze zwischen diesen und den mechanischen Bewegun- gen freylich ‚leicht zu ziehen. Aber alle Aeusse- rungen seinerThätigkeit sind Produkte einer Wech- selwirkung zwischen ihm und der Aussenwelt, und eben dies sind auch alle mechanische Bewegungen. Die durch einen Sto[s in Bewegung gesetzte Masse reagirt nicht minder gegen den stolsenden Körper, als die Muskelfaser gegen den Reitz, der Contrak- tionen in ihr veranlalst. Welches ist nun. der un- terscheidende Charakter jener Wechselwirkung, woraus die mechanische Bewegung entspringt, von der, welche die vitale Bewegung hervorbringt? Hier liegt die erste der Schwürigkeiten, womit wir

hey der Erklärung des Lebens zu kämpfen haben.

I. Ba. B Eins