Teil eines Werkes 
1 (1802) Biologie oder Philosophie der lebenden Natur. 1
Entstehung
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bey seinen Betrachtungen über die lebende Welt aufstöfsen. Tod und öde Stille Et Chaos, et Phlegeton'loca nocte silentia late,

sind für ihn schauderhäfte' Vorstellungen. Und es sollte ein so ganz verdienstloses Werk seyn, das, was Erfahrung und Nachdenken uns über diesen erhabenen Gegenstand gelehrt haben, und was bisher in den verschiedensten Fächern zerstreut lag, zu einem Ganzen zu vereinigen? Es ist eine längst anerkannte, aber noch nie gehörig angewandte Wahrheit, dafs der Mensch nur durch eine gleich- förmige Entwickelung aller, seiner Geisteskräfte, und nicht durch eine einseitige, wenn auch noch so weit getriebene Gultur zur höchsten Stufe der Humanität gelangt. Der blofse Geometer, der immer nur mit den reitzlosen Bildern des Raums beschäftigt ist, erreicht diese eben so wenig

oO? der. blo[se Dichter, der nie das Zauberland der

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Phantasien verläfst. Aber wo ist eine Wissenschaft, die den Verstand und zugleich die Einbildungskraft so sehr in Thätigkeit erhält, und daher der Erzie- hung des Menschen zur Humanität so angemessen ist, als diejenige, die wir in diesem Werke zu bearbeiten«uns vorgesetzt haben? Ihr werdet doch nicht das, was man bisher Naturgeschichte nannte, dafür annehmen, es müfste denn seyn, dafs ihr die bunten Farben der Blumen und Schmetterlinge für Mittel zur Cultur der Phantasie hieltet, und Schärfung des Verstandes durch Erlernung will-

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