Druckschrift 
Abbildung und Beschreibung eines neu erfundenen, einfachen und wenig kostspieligen Brenn- und Destillir Apparats : durch welchen mit geringer Holz- oder Torffeuerung sogleich der reinste, völlig fuselfreie Spiritus und Branntwein gezogen wird und zugleich nicht nur das Maischwasser geschafft, und die Kartoffeln, sowohl zur Brennerei als zur ganzen Wirthschaft, ohne das Geschäft im mindesten zu stören, gekocht, sondern auch durch Dämpfe mehrere Zimmer erheitzt werden können, und überdies noch aus dem Nachlauf vorzüglich guter Essig zu gewinnen ist / von Ph. Just. Christoph Reitz
Entstehung
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2te Anmerk. Damit während des Kochens

der Kartoffeln durch die Dampfblase, das, in der Maischblase befindliche, Wasser welches jetzt nur, wegen noch nicht vorräthiger Maische, die Blase a vor dem Verbrennen sichern muß, das Siegel der Blase nicht verderben kann, wird über die Blasen-Oeffnung, welche mit einem Bindfaden durchzogen und in der Mitte versie⸗ gelt ist, ein kleines Brettchen untergelegt, wodurch das Siegel verwahrt bleibt. Das Wasser kann nach Gefallen abgelassen oder zum Cinmaischen gebraucht werden; wiewohl aus der Wasserblase siedendes Wasser genug zu haben ist.

Sobald die Kartoffeln gar sind, werden solche auf der bekannten Quetsch-Maschine, durch zwei gegen einander gehende Walzen, klein gedrückt und in den ledigen, sehr rein gemachten Tienen, (bei meinem Apparat in zweien, zu gleichen Theilen) mit heißem Wasser eingebrühet, mit etwas Ger⸗ stenmalz eingemaischt, abgekühlt und angestellt.

Auf diese Weise muß den zweiten Tag fort⸗

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