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Deutscher Kaffee und Zucker : oder die Cultur des Astragalus baeticus (der sogenannten schwedischen Kaffee-Wicke) und wie diese mit Vortheil als Kaffee-Surrogat angewendet werden muß ; nebst einer Anweisung wie man auf eine höchst einfache und sehr wenig kostende Weise Zucker aus Kartoffeln mit vielem Nutzen ziehen kann ; als Erwerbsquelle für Gutsbesitzer, Kaufleute, Oekonomen, und bürgerliche Haushaltungen überhaupt / von B. Rolow
Entstehung
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unten angegeben wird; man erspart viele Ko⸗ sten und ein auch nicht sehr fleißiger Arbeiter ist recht gut im Stande, den Tag 100 Pfund rein zu machen, wo man noch außerdem den nicht geringen Vortheil hat, daß die auf solche Weise gereinigten Kaffee-Wicken 20 Jahre, ohne zu verderben, recht gut erhalten werden können. c

Um daher diesen Zweck zu erreichen, bringt man sowohl die von der ersten, als auch von der zweiten Ernte gewonnenen und bereits abgetrockneten Schoten auf gewöhnliche Obst⸗ trockenhorten von Weiden oder Stuhlrohr, deren Geflechte nie weiter seyn darf, als eine Schote stark ist, damit sie nicht durchfallen konnen. Diese Horten bringt man in einen Obsttrockenofen und läßt sie da 12 bis 20 Stunden bei gelinder Hitze, damit sie nicht rösten, trocknen. Das Trocknen muß so lange geschehen, bis eine aus dem Ofen heraus ge— nommene Schote sich zwischen den Fingern leicht zerreiben läßt. In Ermangelung eines Obst— trockenofens kann man sich auch eines Back— ofens bedienen, in den die Kaffee-Wicken eingeschoben werden, wenn das früher darin gar gebackene Brod heraus genommen worden ist. Wollte man zu diesem Zwecke den Back⸗ ofen besonders heizen, so würde dieses nicht allein viele Kosten verursachen, sondern auch