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408 Finanzzustand
auf einen Reichstag rechnen kann. Die Stände können itzt nichts thun als gewisse Grundre— geln festsetzen, auf welchen der Finanzminister hernach ein neues System bauet, das auf ei— nem neuen Reichstag den Ständen zur Prü— fung und Bewilligung vorgelegt wird. Itzt gleich die Mißbräuche, die in Absicht der Ge— neralpächter, Generaleinnehmer, Schatzmeister, und so vieler andern Finanzbedienten, Statt finden, abschaffen wollen: würde ein großes Elend bewirken, und die Einnahme der kö— nigl. Kassen schwerlich vermehren.
2) Der andre Vorschlag, vor dem sich Necker fürchtet, ist die Herabsetzung der Zin— sen von den öffentlichen Schulden. Frank— reich bezahlt bis itzt jährlich 230 bis 240 Mill. an Zinsen und Renten für die nach und nach aufgenommenen Darlehne. Man könnte also auf den Gedanken gerathen, diese Zinsenlast um ein Drittheil, oder auch um die Hälfte, herunterzusetzen: wodurch freilich der König 100 Millionen und mehr gewinnen würde.
Das Defizit wäre folglich gehoben, und die
dem ersten Anscheine nach so schwere Finanz— aufgabe glücklich gelös't.— Dagegen setzt
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sich aber Necker mit aller Macht.
* Sir wo — 1 10


