VI
vortheilhaftesten, Frucht anzueifern, so würde ich mich um das Vaterland hoch verdient gemacht zu
haben glauben!—
Ob auch wesentlicher Vortheil aus der Kenntniß der toskanischen Landwirthschaft für die teutsche zu schöpfen sey?„Warum nicht?“ Wir lernen das Aufschwemmen morastiger Gegenden; das Unter— pflügen der Feigbohnen als Dünger, die wahrschein— lich Lture Effekt als unsere Wicken oder unser Spörg en das Mästen junger verschnit— tener Kühe, welches vortheilhafter als jede andere Mastung zu seyn scheint; den Verbrauch der Kasta⸗ nien zu Mehl und hundert andere Dinge, die uns in Teutschland unbekannt sind, kennen und werden von der Anwendung derselben gewiß eben den Vortheil, vielleicht grösseren, als die Italiener, ziehen, da Landwirthschaft bey uns nicht das ausschließliche Gewerb des untersten Pöbels ist, sondern hellden—⸗ ö kende und wohlhabende Männer mehr als in irgend einem Land der Welt es ausüben.
Und sollte die teutsche Agrikultur, so unwahr— scheinlich es auch ist, keinen direkten Vortheil aus der Kenntniß der Landwirthschaft eines benachbarten grossen Volkes ziehen, so wird es jedem Freund und Kenner derselben doch angenehm seyn, zu wissen, nach welchen„Morun dort der Ackerbau getrieben werde; in welchem Verhältniß der Bauer zu seiner Herrschaft stehe, und wie es um das Glück und den Wohlstand eines Volkes aussehe, das einst eine so wichtige Rolle in der Weltgeschichte spielte?
Wolfoberg in Kärnthen am 2rsten Dec. 1804.
D. Burger.
— w 2*——— SIIDD,ͥ⸗ͥůs—— PPFFTPTPTPTPTDTDTDTDTDTDTPTP PSPPPTTTTTTTTT


