Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1807)
Entstehung
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auf ankommt,; den Grad des Wohlstandes sener Nation zu erforschen.

Ein Volk, welches eine grölsere Summe von Kapitalen besitzt, als ein anderes, Wird, venn sein jährliches réeines Einkommen da- beéy geringer seyn sollte, gewils nicht rei- cher genannt werden können. Setzen wir dagegen, dals es das andere Volk an der Summe des jährlichen Einkommens bey weiteèm überträfe, so wird es mit Recht rei- cher genannt werden können, falls auch Wirklich die Summe seiner Kapitale gerin- ger ist.

Dem ungeachtet durfen die Kapitale ei- nes Volks, oder das Nationalkapital, nie gänzlich in der Rechnung überséhen wer- den, wenn es darauf ankommt, den Grad seines Wohlstandes mit höchster Genauig- Keit zu bestimmen. Denken wir uns ein Volk reichlich damit versehen, so wird es demselben unendlich viel leichter werden, sich eine Menge Güter zu verschaffen, die gleichsam nur durch Kapitale existiren. Leberdies tragen letztere ungemein viel da- zu bey, dem Privatmanne unnützen Auf- wand zu ersparen, ihm mancherley Annehmlichkeiten dés Lebens zu verschaf- sen u. 8. w.). Auch kann man in der That annehmen, dals von zweien Völkern, die über ein gleich grolses jährliches Ein- kommen zu gebieten haben), dasjenige réeicher genannt zu werden verdiene, vel-