10 Allgemeine Betrachtungen.
Preis des Produkts, von dem es sich handelt, herabzu— drücken. Dasselbe gilt von jedem anderen weit weniger zu rechtfertigenden Gewinn, der auf Kosten des Publi— kums gemacht wird. Diese Ereignisse haben ohne Zwei⸗ fel ihre Ursachen; allein diese Ursachen gehoren ebenso gut in das Gebiet der Moral, der Gesetzgebung und vielleicht der spekulativen Politik, als in das der Natio— nal⸗Oekonomie. Das, was einem Gliede des gesellschaft— lichen Körpers Schaden oder Nutzen bringt, darf der Gesellschaft nicht gleichgültig seyn; allein es ist es doch aus Ursachen, die sich mit anderen, die unserem Gegen— stande fremd sind, verwickeln.
Von der Grundlage unseres ökonomischen Wissens.
Fragt man, warum die dkonomischen Kenntnisse nicht früher entstanden seyen, so dient zur Antwort: weil die
Kunst, zu beobachten, sich gleich den anderen Künsten
immer mehr ausbildet, je älter die Welt wird. Unter⸗ richtet seyn, heißt: die Wahrheit in Beziehung auf die Dinge, von denen es sich handelt, erkennen; es heißt: sich von den Dingen einen der Wirklichkeit entsprechen⸗ den Begriff machen. Die Grundlage aller Wahrheit ist also die Wirklichkeit der Dinge, und der Anfang alles Wissens besteht darin, daß man sich von dieser Wirklichkeit durch alle von der Natur uns verliehene Mittel überzeuge. Früher hielt man das, was Aristoteles gesagt hat, für weit gewißer als das, was man mit eigenen Augen sah, was man mit seinen Händen berühte oder was der schllchte Menschenverstand als wirklich darstellte). Der
Die Alten, d. h. die Schüler in der Civilisation übertreffen die neueren nur etwa in den schönen Künsten, wo der Ge— schmack und eine oberflächliche Beobachtung genügen, um etwas Vollkommenes zu leisten. In den Wissenschaften, die eine genaue Erfahrung und vollständige Untersuchung


