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Kein Vieh waurde nachgezogen, weil man kein Futter dafür hatte. Die Israeliten spielten also ihre Rolle in dem Viehhandel; gaben das Vieh mitunter auf Borg, und der Bauer wußte zu was fur Prozenten. Zog auch Einer einmal ein Kalb auf, so war es mit anderthalb Jahren 7 bis 8 Gulden werth. Wie der Viehstand, so der Feld— bau! Seit Menschenaltern hatte das Feld keinen Dung erhalten; einige nahe bei dem Dorfe gele— gene Stücke ausgenommen, die man alle 8 bis 10 Jahre mit etwas Dung übersprengte. Funfzehn Garben, und wenn es hoch kam, fünf und zwan⸗ zig, war der Ertrag von 160 Nürnberger Qua⸗ dratruthen. Das Feld war in zwei Fluren ge— theilt, die der Weg von Gundersblum nach Win⸗ tersheim scheidete. Die eine davon lag brach, wenn die andere Frucht trug. Der Fruchtwechsel war: 1. Brache, 2. Spelz, 5. Brache, 4. Hafer, 5. Brache, 6. Rocken. Dadurch ersparte man das Dungausfahren, und wurde in der Feldbestel⸗ lung nicht irre. Nur auf wenigen Aeckern, die den Haushahn krähen hörten, und daher, wie ge⸗
sagt, manchmal ein wenig Dung zu sehen krigten,
da säete man etwas Klee, Raps und Runkeln. Wenn man den damaligen Zustand von die⸗ sem Dorfe, mit dem nebenbeschriebenen zusammen⸗ hält, und dabei bedenkt, daß zehn Jahre hinreich— ten, um diese große Veränderung hervorzubrin⸗ gen; so kann man nicht anders als darüber erstau⸗ nen. Die Fesseln der Zweifluren sind gebrochen.
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