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Ich erhielt hier eine neue Warnung, wie vorsichtig ein reisender Agronom in dem Glauben⸗ beimessen seyn soll. Schon an mehreren Orten in der Pfalz hatte man mir gesagt, daß nördlich von Alzey aus wenig, und in einigen Gegenden gar kein Gebrauch von dem Gipse gemacht werde. Ich setzte mir also vor, alle mögliche Erkundigungen über diesen Punkt einzuziehen.
„Ein Bewohner von Bechtolsheim, den ich in Albig traf, hatte mir mit einer solchen Menge Umstände erzählt, daß bei ihm der Gips durchaus ohne alle Wirkung wäre, daß ich die Sache nicht bezweifeln konnte. Unterdessen bewog mich eben das, den Weg über jenen Ort zu nehmen, um mich noch mehr in der Wahrheit zu begründen. Zu meiner Verwunderung aber bezeugte mir der erste Mann, den ich daselbst traf, gerade das Ge⸗ gentheil. Es war dieses Hr. Böhm, gewesener Maire, und ein ansehnlicher Landwirth. Er gipset alljährlich Klee, Erbsen und Wicken. Er gesteht indessen, daß der Gips bei trockenem Wetter ohne alle Wirkung bleibe; daß er sich aber dennoch auf die folgenden Früchte äußere. Er gipset daher alle Jahre. Wahrscheinlich, daß einige kurzsich⸗ tige oder kärgliche Bauern es bei einem ersten mißlungenen Versuche haben bewenden lassen, und
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