Teil eines Werkes 
3 (1811) Anleitung zur Kenntniß der belgischen Landwirthschaft. 3
Entstehung
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für alles höhere Bestreben gleichgültig werden, und »seinen einmal angenommenen Gang im Schlafe da »hin schlendern, also sein ganzes leben nur ein elender Müßiggänger bleiben. ö Antwort. Das läuft also wieder auf die fal sche Voraussetzung hinaus, als wenn in jedem Bauern⸗ kopfe ein großes, helles, unternehmendes Genie stecke, dem zu seiner Entwickelung nichts als die Gelegenheit gebricht. Dieses ist aber eben so sehr der Vernunft,

als der Erfahrung zuwider. Der große Haufen der

Menschen ist bloß dafür gemacht, sein Brodt in dem Schweiße seines Angesichts zu gewinnen, und wie gut ist es, daß er es ist, und nicht höher zielt. Welch ein Staat wäre der, der nur aus Ehr⸗ und Ruhm⸗ süchtigen Gemüthern zusammengesetzt wäre? Uebri⸗ gens kennt man die Menschen wenig, wenn man glau ben kann, daß Ehr⸗und Habsucht sich nur bloß in den mehr begünstigten Ständen der Gesellschaft entwickeln rönne. Auch aus dem Staube wird sich der Wurm erheben, den einmal heftige Leidenschaften, begünstigt von großen Talenten, aufjagen.

Schließlich bemerke ich, daß man mit Unrecht den elenden Müßiggänger in dem kleinen Pächter auf sucht. Von Jugend an abgehärtet durch die Feld⸗ arbeit, bildet eben diese Klasse den stärksten und unter⸗ nehmendsten Theil der Nation, und wohl dem Staate, der reich an solchen Bürgern ist!

10)Das kleinste Unglück reicht zu, einen klei⸗ nen kLandwirth zu Grunde zu richten. Der Ausfall von

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