Teil eines Werkes 
2 (1808) Anleitung zur Kenntniß der belgischen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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gen diese Unannehmlichkeit bietet eine lange Tenne einen ruhigen Zufluchtsort an, welcher auch nicht selten bey dem Heu⸗Einfahren von großem Nutzen it.

Den bedeutendsten Vortheil finde ich jedoch dar⸗ inne, daß man die einzuscheurenden Früchte auf dem kager gehörig classistziren, und dadurch beym Ausdre schen ohne Anstand zu jeder Getreideart gelangen kann, welches bey einer andern Richtung der Tenne nicht Statt findet, wodurch nicht selten Aufenthalt und Unannehm⸗ lichkeiten entstehen.. Uebrigens kann man auf einer solchen langen Tenne mit zwey Parteyen dreschen, oder einen Theil derselben zum Strohablegen gebrauchen, oder diesen für einige große Wagen zum Schoppen die nen lassen: daher kein verlorner Raum(wie man wohl vorwirft) dabey entsteht.

Im Ganzen sind die Scheunen in den gut culti⸗ virten belgischen Distrikten nicht groß, und selten zurei⸗ chend: daher es gewöhnlich ist, Getreide Schober (Fiemen, Hausten) anzusetzen. Diese Schober werden nicht höher errichtet, als man mit der Aerndte⸗Gabel von dem Wagen die Garben zureichen kann. Sie hö⸗ her anzulegen, ist widersinnig: theils weil bey dem Auf⸗ ziehen mit der Rolle viel Zeit verloren wird; theils weil die hohen Fiemen, wenn sie nicht sehr wohl angelegt sind, sich nach einer Seite sacken, und den Einsturz drohen; theils weil bey dem Abbrechen und Einscheuren derselben durch das Abwerfen mehr Getreide verloren wird.. Die Form der niederländischen Fiemen ist dieselbe, wie der Herr Geh. Rath Thaer sie uns im

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