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cher(Söller). Das Aufthürmen landwirthschaftlicher Gebäude, da wo es nicht an Platz fehlt, ist eine Un⸗ besonnenheit. Freylich erfodern die einstöckigten, der größeren Ausdehnung wegen, die man ihnen zu geben ge— zwungen ist, mehr Dachung; dafür aber haben sie auch mehr Speicher, woran es auf Pachthöfen ge— wöhnlich fehlt; sie brauchen weniger Störke; sind ge— mächlicher, weil man keine Treppe zu steigen hat, wär⸗ mer und geschützter gegen Wind und Stürme, als die mehrstöckigten Häuser. Ich sah bey Antwerpen Ge— bäude von einer keichtigkeit, die mir unglaublich schien.
Die Scheunen sind ebenfalls nicht hoch, aber lang, wodurch beym Tassen der Früchte viele Arbeit erspart wird. Die Tenne läuft nicht in die Breite, sondern in die känge der Scheune, längst der Mauer an der Hofseite. Sie hat zwey entgegengesetzte Thore, welches das Einfahren erleichtert, indem der volle Wa— gen zu einem Thore hinein, und zum andern wieder leer hinaus geht: eine Bequemlichkeit, die sich selten da fin— det, wo die Tenne über die Breite der Scheune gezo—⸗ gen ist. Wenn hier der Wagen bey dem Eingange an⸗ gelangt ist, müssen die beyden vordern Pferde abge— spannt, und der beladene Wagen, nicht ohne starke An⸗ strengung, von den hintersten allein eingezogen werden. Ist abgeladen, so wird der Wagen wieder rücklings hinausgeschoben. Kömmt nun während des Abladens ein Regenschauer, und der zweyte Wagen kömmt über Hals und Kopf in den Hof gesprengt, so weiß man ihn nirgends unterzubringen, und die dadung wird naß. Ge⸗
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