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mehr oder weniger und in einem andern Verhältnisse, Wäre es möglich die Fruchtstoffe, welche die Getreide- arten aus der Erde, aus dem Dünger, aus der Luft und dem Wasser bekommen, zu klassihiciren und zu berech- nen, und diejenigen davon abzuziehen, welche blofßs durchgingen ‚ und nicht eigentlich chemisch verarbeitet wurden; so könnte man genau bestimmen: wie viel von den Stoffen der Same gehabt, und wie viel er in jeder Periode der Entwickelung, von aulsen empfangen hatte? So viel kann man festsetzen: dals die Vegetationen, was sie an Stoffen in einer oder der andern Periode mehr enthalten, von aulsen her in sich genommen haben müs- sen,und dals in keiner Periode ein neuer Stoff zukommt, der nicht schon im Samen gewesen wäre, sich übrigens aber theils vermehren theils vermindern kann. Gehendie Uranfänge— so nennen wir die ent- fernten Bestandtheile, weil sie es in Hinsicht unsrer Er- kenntnils von ihnen sind, indem wir sie wenigstens bis jetzt nicht weiter zerlegenkönnen—alssolcheindie Vegetationenüber,oder werdensiedurcehdie Lebenskraft und durch die Thätigkeit der Organe hervorgebracht? Sie sind der Art nach da; aber die Menge bleibt nicht dieselbe. Im Lauf der Ve- getation ändert sich das Volumen und die specifische Schwere oft; die Verbindungen wechseln; es kommen Stoffe hinzu, es gehen Stoffe ab, wenn auch nur von ei- nem Korn wieder ein einziges werden soll. Dienämlichen Bestandtheile, welche den Samen ausmachen, befinden sich auch in der Erde, im Dünger, in der Luft, im Was- ser, und werden von den Gewächsen verbraucht. Erde und Dünger verlieren nach und nach diese Stoffe. Das Wasser wird schon von der blofsen Erde eingenommen und zerlegt, und verschwindet da in ungleich kürzrer
Zeit, wo Pflanzen wachsen. Dalfs die Vegetationen aber auch aus der Luft Nahrung erhalten, und mit derselben im gegenseitigen Einflusse stehen, wird daher gewils,


