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95 reift schon in der Stufenfolge, wıe es ausgesäet ward, wenn kaum Roggen und Weizen eingeerndtet sind.
Die Getreidearten haben fast einerlei Bestand- theile: und doch giebt jegliche eine eigne Pilanze; wie auch der Same einer jeglichen in der Gestalt, Gröfse, Figur und Schwere verschieden /ist: Sie müs- sen sich also ın dem Verhältnils der Stoffe und ın der Mischung unterscheiden. Hierdurch allein macht jede ihr eigenes Geschlecht und Art, welche— wenn, nach der Angabe einiger Physiker, der Roggen ın der Temeschwarer Gespannschaft; manchmal in Wei- zen ausarten soll— ın besondern Fällen durch die Verwechselung des Samenstaubes, nach einer eignen noch nicht genug untersuchten Beschaffenheit des Erd- reichs, vielleicht auch des Klima und der Witterung, eine in die andre übergehet— leidet in sich die Ver- änderungen ihrer Gattung, empfängt die‘ Einwirkun- gen von Aulsen ın der bestimmtern Beschaffenheit der gegenwirkenden Kräfte ıhrer Art, und entwickelt sich bis zur Vollendung nach der Form ıhres Ge- schlechts. Jeder Bestandtheil betreibt sein eigenthüm- liches Geschäft,‘ Der Leim fehlt keinem Gewächse ganz, und findet sich besönders im Maulbeerbaum- laube, in der Hanf- und Flachspflanze. In den Ge- treidearten ist er unverkennbar; im einigen ın gröfs- rer, in andern in geringrer Menge und Vollkommen- heit. Er gleicht auffallend dem tbierischen Leim, ei- nem Bestandtheile*thierischer Gefälse, Bänder, Seh- nen, Klauen: er wird zu ähnlichen Verrichtungen be- stimmt sein. Die Vegetationen nähern sich nämlich wegen des Leims der thierischen Welt: und hierin
liegt; der höchsten Wahrscheinlichkeit nach, eine


