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Zwei Preisschriften über die eigentliche Beschaffenheit und Erzeugung der erdigen Bestandtheile in den verschiedenen innländischen Getreidearten / von Johann Christian Carl Schrader, und Joh. Samuel Benj. Neumann. Hrsg. von der Königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Entstehung
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Sonne. So viel ıst klar: die Getreidearten bekommen im hellern Lichte besser, als im Schatten; sie stehen wenn sonst alles gleich ist auf der Sonnenseite frischer, und bringen die meiste Frucht. Mittelbar oder unmittelbar muls der Lichtstoff sie nähren, in allen Perioden ihnen woblthätig sein, und sie zur Erreichung der Bestimmung befördern. Auf wel- chen Wegen sollten sie sich der überflüs- sisen Säure entledigen, wenn sie nicht vom Lichtstoff entoxygenesirt würden?

Wenn das Samenkorn einige Tage, in der feuch- ten Erde liegt, so ändert es seinen Zustand: Es saugt die Nässe in sich, wird selbst feucht, und schwillt zu einer zwei-.drei- und mchrfachen Grölse an. Das Innere löset sich in eine Art von Milch, welche aber bald dicklicher wird, einen graugelben Teig darsellt,

5 Veränderungen erfolgen bei den Getreidearten nicht

und zuletzt schleimig zu werden anfängt. Diese

zu bestimmten Zeiten, sondern hangen von der Be- schaffenheit und Feuchtigkeit des Landes und'von der Witterung ab. Milchig wird das vorher feste Korn durch die angezogene und eigedrungene Nässe, Die Milch geht in Teig über, wenn das Mehl, von der Feuchtigkeit angegriffen, mit dem innig verbunde» nen Leim anschwillt; und die Masse bildet einen Schleim, sobald beide Bestandtheile mittelst des Wärmestoffs noch mehr gegenseitig einwirken, Der innern Bewegung des Korns widersteht die von de: Feuchtigkeit erweichte Hülse nicht.- Wo der Trieh nach Aulsen am stärksten ist, öffnet sie sich, und lafst den Keim dürch. Aufgeschlossen, und für die

Wirkungen der Fruchtstofle noch empfänglicher, dehnt

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