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Zwei Preisschriften über die eigentliche Beschaffenheit und Erzeugung der erdigen Bestandtheile in den verschiedenen innländischen Getreidearten / von Johann Christian Carl Schrader, und Joh. Samuel Benj. Neumann. Hrsg. von der Königl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Entstehung
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kann der Wärmestoff, in welchem Verhältnisse er auch sei und wirke, nicht ersetzen. Es findet kein Wachsthum ohne Licht statt, und der Same vergeht und verfault in der Erde. In finstern Tiefen bekommt keine Vegetation. In dunkeln Kellern zeigt sich das Korn zwar, aber spät, als ein schwaches, bleiches, im Wachsen schon welkendes, elendes, wässeriges Pfläinzchen, welches vor Krfüllung der Bestimmung schon verwest. In einem finstern, übrigens aber luf- ügen, Zimmer, habe ich die Probe mit Erbsen gemacht: Sie giengen spät weilsgelb auf, trieben ı Fuls 4 Zoll hoch, blieben gelb, ungemein zart und schwach, und welkten, ehe sıe Blüthen ansetzten. Indefs bemerke ich: dafs es unmöglich ist, ein Zimmer zu lüften, und das mittelbare Licht davon auszuschliefsen. Dieser feine Stoff konnte mit dem Wärmestof gebunden, oder auf andern Wegen hineingedrungen sein, und ohne dafs sein Dasein in die Sinne fiel, auf die Ve- getation Einfluls äulsern. Streng genommen ‚giebts auf der Erde keinen Ort, und so wenig vegetabili- sches als thierisches Leben, ohne Licht.

Pilanzen und Bäume, welche durch nichts sehin- I

g dert: werden grade in die Höhe zu wachsen, entfer- nen sich von der Seite, wo ihnen das Licht fehlt, und neigen sich dahin, wo sie die Sonnen- und Licht- strahlen auffangen können. Es lieben zwar einige Gewächse den Schatten, und gedeihen in demselben besser, als der Sonne ausgesetzt. Allein auch im Schatten haben sie Licht, brauchen nach der Gat- tung, wozu sie gehören, nur so viel, als sie haben; ihr frisches Ansehn aber rührt von dem Boden her,

der ım Schatten mehr Feuchtigkeit hält, als in der

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