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löste und mit zuckersauerm Kali einen weilsen Nie- derschlag gab, welcher ausgeglüht und mit schwe- felsaurem KRalı geprüft, sich als Kalkerde erwies, und in diesen 3,5 Granen, Gyps zu 255 Gran an-
zunehmen ıst.
Als sich durch wiederholte Behandlung mıt blau- sauerm Natrum, kein blauer Niederschlag in No. 11 mehr zeigen wollte, wurde die Flüssigkeit mit ein wenig Galläpfeltinktur versetzt, und darauf mit koh- lensauerm Kali gefallt. Hier war an dem Nieder- schlage kein Eisen mehr zu’ bemerken. Er erschien mit einer graubraunen Farbe, welche sich ım ge- ringsten nicht mehr ins Veilchenblaue zog.
Dieser Niederschlag wurde daher ın derselben Flüssigkeit nit etwas überflüssiger Salzsäure wieder aufgelöst, bis zu 500 Theilen Flüssigkeit mit Was- ser verdünnt, und mit kohlensauerm Kalı niederge- schlagen. Hier zeigte sich ein Niederschlag, wel- cher an der Luft bald gelblich- grau anlief und 10% Gran wog. Er wurde geglüht, wobei er braun ward, und nachdem 653 Gran wog, Mit lechs Thei- len Salpeter in einen glühenden Fluls gebracht, er- theilte er der ausgegossenen Masse eine grüne Far- be. In Wasser aufgelöst, erschien dieselbe erst noch unrein grün, ging aber nachher in ein hohes Ame- thystroth über, wodurch er also seine gezeigte Braun-
stein- Natur bestätigte.
14. Die Flüssigkeit, woraus der Braunstein gefällt
war, wurde abgeraucht, und gab einen weilsen Niederschlag, welcher 52; Gran wog, Er erwiels
sich als Talkerde, zog sich‘aber doch, wıewohl nur
äufserst schwach, in die röthlich graue Farbe.


