Teil eines Werkes 
5 (1811) Die Staats-Finanz-Wirthschaft
Entstehung
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chen und Blut, auch von Thränen, auch von Armuth und Elend der Geschlechter und Folge-Geschlechter!

Verpeßt nie, daß es so leicht ist, zu verderben, so schwer ist, zu beglücken, und daß der Kreis der Wohl thätigkeit in dem Grade einschrumpft, in dem er sich auszudehnen strebt!

In welcher Gestalt, unter welcher Larve auch die Adulazion Euren Thron umkrieche, laßt nicht von ihr Eusch verleiten, das Vermögen der Ma zion als das Eurige zu betrachten; Regenten- Glan z an⸗ derswo, als in Regenten-Tugend zu suchen!

Stets seyd gedenk: daß das Staats-Vermögen, auch bey der weisesten Organisazion des Finanz⸗Wesens, nur aus den Entbehrungen der Nazional-Glieder gesammelt, und mit Thränen benezt ist!

Minister! Finanz⸗Räthe der Für⸗ steen! wenn Euer sorgenloses Daseyn gesichert ist; so über blickt mit reinem Herzen den schönen himmlischen Kreis Eures Wirkens! erhebt Euch zu der Würde Eures Amtes! Ihr dient dem Staate, d. h. der Nazion, die den Be griff des Herrschers einschließt. Nicht die Laune des Einzelnen; nicht der Beyfall der Großen und Reichen; auch nicht die Gunst der lärmenden Menge darf Euch bestechen. Nicht trachtet nach schimmerndem und geräuschvollen Dank. Euer Lohn sey die stille, ruhige Heiterkeit des Volks, das durch Eure weise Leitung seines unverkümmerten Daseyns froh wird.

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