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2 ten. Dieser mächtige Presser warf der Menschheit die Binde um die Augen, und führte sie dann despotisch ⸗leicht wohin er gebot; selbst also abwärts vom Ziele. So weit aber auch die Geschichte ihre Telegraphie in die Vergangenheit treiben mag; einen andern Zweck der gesellschaftlichen Versamm— lungen mag sie nicht auffinden, als: Lebens⸗-Genuß. Ihn will also der Mensch: ihm opfert er Freyheit, Ruhe, und alle Freuden der Isolirung. Was will nun der Herrscher? Sey er im Denken ähnlich einem Gott; seine Pulse schlagen und hören früher oder später auf zu schlagen, wie die des ver⸗ worfensten seiner Unterthanen.
Sey er ein böser Dämon; ein wildes zerstörendes Un— geheuer; wollend das Ueble um des Ueblen willen;
Sey er ein leidenschäftliches Wesen; stolz, ehrsüchtig, Glanz, Ueppigkeit, Schwelgerey, Wollust-liebend.
Selbst die Nazional-Oekonomistische Staats⸗Finanz⸗ Wirthschaft hindert ihn nicht es zu seyn. Er sey es; und
das Nazional-Wohl ist doch gerettet.
Darum laßt uns flüchten zur Nazional-Oekonomie, als dem Schutz-Geiste der Menschheit. Darum laßt uns die Menschheit bekämpfen durch die Menschheit; und wenn ihre eigene Schwächen, wenn ihre Leidenschaften, wenn ihre intel⸗ lektuelle, und vor allen Dingen ihre moralische Unvollkommen— heit sie zwingt: Lebens-Genuß zu erkaufen mit dem theuersten der moralischen Güter; für den Lebens⸗Genuß zu dulden das höchste moralische Leid, Druck und Tyranney und Fesseln und Kränkung und Zerreißung der zartesten Ban— de des Herzens, so laßt uns mindstens diese Aegide, die lez⸗ te ergreifen; laßt uns retten, wo für wir dulden.
Der kühnste, wildeste Despot lerne diesen Talisman respektiren, den Schöpfer der Gesellschaft; also auch seinen Schöpfer. Und wenn die Menschheit nie mündig genug wird, ihre Würde zu behaupten und zu bewahren; so rette sie doch den eignen Zweck ihres Treibens: den Lebens⸗


