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würde z. B. das südliche Deutschland längst weit mehr, als es noch bis jezt der Fall ist, von den geistigen Lichtstrahlen des nördlichen erwärmt seyn, wären beyde nicht durch den Zustand der Straßen mehr getrennt, als verbunden.
Es gehört zu den Problemen, wie man im nördlichen Deutschland unter den Herrschern die wärmsten Freunde der Künste und Wissenschaften findet, die freygebigsten und groß—⸗ müthigsten Beschüzer derselben, so wie alles dessen, was groß, edel und schön ist, und der Menschheit frommt, und den mächtigsten Hebel der Humanität und aller das Leben verschönernden Künste, den Straßenbau sieht man gleichwohl vernachlässigt.
Wer die Menschheit liebt, der beföͤrdere vor allem den Umgang der Menschen; wem der Mensch lieb ist, der rücke den Freund dem Freunde; den Gelehrten und Künstler, dem Gelehrten und Künstler; die Produzenten und Konsu⸗ menten einander näher. ö
Eine gute Straße ist vielleicht oft ein wichtigerer Hebel zu Beförderung der Kultur, der Kenntnisse, der Künste und Wissenschaften, als ein noch so reiches Kunst- oder Natura-⸗ lienkabinet, dem sich der Fremde nur mit Gefahr seines Le⸗ bens nahen kann.
Es giebt vielleicht unter allen keine größere, ausgebrei⸗ tetere Wohlthätigkeit, als den Straßenbau? Der Herrscher, der alle Punkte seines Staats durch gute Straßen vereinigt, ist der Schöpfer aller der geselligen Freuden, welche durch die—⸗ ses Aneinanderrücken der Menschen entstehen. Er ist es, der nicht allein das große Welt- das Nazionalfamilienband, sondern auch die einzelnen von der Empfindung geschaffenen Bande zusammenzieht; die Liebe, die Freundschaft sollten ihm Altäre errichten.
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