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und diese ist ohne sie ein bewußtloses Brüten über einem hohlen Ey. Ohne Eraltazion läßt sich keine Kraft, kein Aufschwung zum Höheren und Edleren denken. Was 8 das Daseyn ohne Poesie?
Roher Naturzustand ist nicht Tugend, nur Abwesenheit
des Lasters, Sitteneinfalt, nicht Sittlichkeit, und der Hir— tenstand würde uns zur prosaischen Gemeinheit, und endlich zur Verwilderung zurück führen.
Uns dahin zurück leiten, heißt das höchste Prin—⸗ zip des Menschendaseyns verkennen, und wenn Künste und Wissenschaften Ueppigkeit der Sitten und Efferveszenz der Leidenschaften hervor bringen, so enthalten sie auch die Heil— mittel.
Geistige Bildung, Urbanität, Geschliffenheit der Sitten sind es vorzüglich, die das Schauspiel bewirkt, und von ihnen geht der Nazionalwohlstand aus.
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Dem Umstande, daß die Regierungen aufgehört haben, die Bühne als ein unmittelbares Nazionalinstitut zu behandeln, muß man auch einzig die gänzliche Entartung derselben zurechnen. Sie zeigt uns in der Tragödie nicht mehr Heroen, die im Kampfe mit dem, was man Fatum zu nennen beliebt hat, nämlich mit den die Seelenkraft span⸗ nenden, die Energie des Gemüths entfaltenden Umgebungen, durch ihr Unterliegen das Gefühl der Bewunderung und Theilnahme aufregend, unser eigenes Wesen veredlen; sie zeigt an in der Komödie nicht mehr die menschlichen Thorheiten und Lächerlichkeiten, durch ihre Wirkungen und Folgen anschaulich schädlich; die Bühne ist also aus einem hoetischen Gemählde des menschlichen Lebens, im eigent⸗ lichsten Sinne, ein Schauspiel, eine Laterna magika.
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