Teil eines Werkes 
3 (1808) Die Nazional-Oekonomie. 3
Entstehung
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fahrvolle Unternehmungen, tückische Plane werden in der freudenlosen Stille gebrütet, und eine Staatsverwaltung, welche den freyen, frohen Lebensgenuß begünstigt, ist sicher vor allen Angriffen und Erschütterungen.

623.

Das Beyspiel der Alten, das sich in dem rückkehren⸗ den Kreislaufe der Geistesbildung zum Schönen und Gu ten einen so bedeutenden Einfluß auf unsre Privatsitten er rungen hat, scheint für die mehresten Staatsverwaltungen verloren zu seyn.

Bey den Atheniensern zahlte der Staatsbürger eine Obole, um dem öffentlichen Schauspiele beyzuwohnen; die Sorge der Römer für die Volksfeste ist bekannt. In unsern Zeiten sind sie großentheils dem Staatsbürger über lassen. Nur der Reiche kann daran Theil nehmen; also ge rade derjenige, der eigene Mittel zur Geistes- und Sitten bildung besizt, und jene am leichtesten zu entbehren vermag. Der Aermere ist davon ausgeschlossen. Es fehlt ihm an die sen Mitteln, selbst sein Nahrungserwerb entfernt ihn von der Gelegenheit, Politur der Sitten und Geistesbildung zu erlangen. Dem denkenden Menschenfreunde wird es also immer räthselhaft bleiben, wie die Staatsverwaltungen die Wahrheit zu verkennen vermochten: daß offentliche Schauspiele die Sorge der Regierung sind.

Roußeau's Lehre über den schädlichen Einfluß der Schauspiele auf die Moralität hieng bekanntlich mit seinem einseitigen Systeme der Zurückführung des Menschen auf den rohen Naturzustand zusammen. Auch ohne Rücksicht auf Ge⸗ schichte, lese man nur was Raynal von dem Naturzustande der Amerikanischen Wilden und der Afrikaner aufbewahrt

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