Teil eines Werkes 
3 (1808) Die Nazional-Oekonomie. 3
Entstehung
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25 höchstes Sehnen nach Wohlleben und Ruhe zu gewähren und zu sichern. Dazu ist die Despozie aus den einfachsten Grün⸗ den allerdings am geschicktesten.

Das Daseyn eines einzelnen, über alle erhabenen We sens beleidigt den Stolz nicht. Die große Kluft zwischen ihm und dem Reste der Nazion, läßt jedem Nazionalgliede keine andere Aussicht empor zu ragen, als durch ihn. Die wildeste, die stürmischste aller Leidenschaften, die Ehr sucht, ist also an ihn selbst gekettet.

Der Herrscher, welches auch immer sein Herrschersystem, so ausgedehnt auch immer sein Egoismus sey, kann die Be sriedigung seiner Wünsche, kann seinen Wohlstand nur in der Ruhe der Nazion finden. Alles fodert ihn auf, alles treibt ihn an, diese Ruhe zu begünstigen, diese Ruhe zu erhalten. In ihm kann kein Grund liegen, sich um das einzelne Treiben, Leben und Weben der Menschen in einem andern Sinne zu bekümmern, als so weit es die Beziehungen zu dem Herrscher betrift, und diese vertheilen sich bey einer großen Nazion zu sehr unter die Masse, um die Ruhe des Einzelnen zu stören.

469.

Daher: je größer der Staat, je unnachtheiliger diese Alleinherrschaft für die bürgerliche Freyheit, je näher rückt die Monarchie der republikanischen innern Staatsform, im richtigen Sinne dieses Worts; je begränzter ist der Ein⸗ fluß der Willkühr, oder der Unfähigkeit des einzelnen Herr⸗ schers; denn je mehr muß er seine Macht vertheilen, oder vielmehr mit der Nazion theilen.

Vergrößern müssen sich also die bürgerlichen Gesell⸗ schaften, bis zu dem Nazionalökonomistischen(Ir B. 41.) Punkte, wenn sie republikanisirt seyn wollen. Dieß ists,