Teil eines Werkes 
3 (1808) Die Nazional-Oekonomie. 3
Entstehung
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Unterjochung der Einen oder der Andern zur Folge haben müssen, und am natürlichsten wird die vollziehende die übrigen verschlingen, denn selbst die Grundsäze einer republikanischen Verfassung gebieten, unerläßlich der voll ziehenden Gewalt Kraft zu verleihen.

Bey der namenlosen Mannichfaltigkeit der menschlichen

Leidenschaften und Verhältnisse wird es dem höchsten Scharf⸗

ö sinne nie gelingen, diese gleich nothwendige Absonderung und Verschmelzung in dauernde Harmonie zu bringen.

Die Begründung, die dauernde Erhaltung des Gleich- gewichts der Gewalten ist also die Klippe, an der alle Staats⸗ idealisten ewig scheitern werden und müssen.

Beynahe alle Versuche haben, zeug der Geschichte, nur dazu gedient, nach einem verderblichen Kampfe der Gewal ten, den Staaten auch die letzten Züge republikanischer Form zu entreißen, und Despozie herbey zu führen.

463.

Der Philosoph muß aus der Vernunft rein Vollkom-

menheit abstrahiren; die Bestimmung des Menschen ist, wie Kant erwiesen hat, Streben nach Vollkommenheit im

Allgemeinen; also nicht einzig in Absicht seiner selbst im

strengsten Sinne, sondern auch in Absicht seiner Umgebungen, seiner Verhältnisse zu der Menschheit, zu der Nazion, der er angehört.

Die Staatsideale, im ethischen Sinne dargestellt, sind also philosophisch richtig, sind der Menschheit nüzlich. Aber einzig zu dem Zwecke, um auch den gesellschaftlichen Verband auf Grund säze zurück zu führen; nicht um ihre Anwendbarkeit anders als dogmatisch auszusprechen. Gerade dieses aber, gerade diese selbst philosophisch un richtige Tendenz nach einer andern, als auf die Auf⸗

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