Teil eines Werkes 
2 (1806) Die Nazional-Oekonomie. 2
Entstehung
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Doch bis zu der Strenge dehnt sich dessen Ethik nicht aus, daß die Prüfung in ihrem Gebiete läge: welche Gattungen der industriellen Produkzion in sittlicher Hin sicht der Menschheit wohlthätig, oder nachtheilig seyen? Kultur im Allgemeinen ist ihre Tendenz; die nachtheiligen Resultate derselben, in soferne sie den Menschen von der zum Theil negatifen Tugend des Natur-Stands entfernen, kann sie nur durch Staats-Polizey und pädagogische Anordnun gen vergüten. Dieß werde ich da, wo vom Luxus und von den Nazional-Oekonomistischen Staats⸗Polizey-Gesezen die Rede seyn wird, näher auseinandersezen.

Dagegen schließt das Prinzip der Nazional-Oekonomie jede, also auch jede industrielle Produkzion aus, welche durch unmittelbaren Nachtheil am physischen Wohlstande so wohl, als durch denjenigen, der aus dem Sitten--Ver derbniß wieder auf den physischen Wohlstand rückwirkt, der Nazional-Glückseligkeit schädlich ist.

Die Nazional-Oekonomie fragt also nur:

a. welche Gattungen der industriellen Produkzion sind nach ihrem ethischen Prinzip(14. 17.) dem Nazional⸗ Wohlstande vortheilhaft, oder nachtheilig? Welche sind also vom Staate zu begünstigen? und

b. welches sind die ihrem Prinzip angemessenen Beförde rungs- und Unterstüzungs-Mittel?

214.

Die industriellen Produkte der ersten Bedürfnisse sind zum Theil kaum dem rohesten Natur-Stande entbehrlich. Ohne sie ist weder Urprodukzion noch menschliche Existenz möglich.

Der Zustand der Civilisazion führt die zweyten als unentbehrlich herbey.