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sezung mehrerer Gattungen desselben entstehen. So ist z. B. der Stuhl, welchen der Tischler einzig aus Holz zusammen— sezt, ein industrielles Produkt; und eben so das Sofa, wel— ches aus Holz, Roßhaaren, Seidenzeug u. s. w. zusammen gesezt wird.
Aus der bloßen Verbindung und Zusammenfügung mehrerer Produkt-Stoffe, erscheint an sich ein neues We— sen; um aber die Eigenschaften eines industriellen Produkts zu erhalten, muß es in dieser neuen Form ein neues Ge— nußmittel seyn.
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Auch wissenschaftliche Arbeiten, sie mögen nun einzig auf Kenntniß der Entwicklung der geistigen Fähigkeiten, oder auf Vervollkommnung des physischen Zustands der Mensch— heit, oder selbst nur auf eine anmuthige Beschäftigung der Fantasie gerichtet seyn, sind allerdings nach jenem Begriffe (208.) industrielle Produkzion, und behaupten, dem ethischen Prinzip der Nazional-Oekonomie(17.) gemäß, den höchsten Rang. Der Grund ihres Gehalts ist auch ihr Werth. Preis können sie so wenig als hohe Kunst-Pro-⸗ dukte haben. Eine einzige durch wissenschaftliches Studium entdeckte Wahrheit kann für die Menschheit von unberechen— barem Werthe seyn.
Die Wichtigkeit der wissenschaftlichen Arbeiten, selbst in Nazional-Oekonomistischer Hinsicht, bedarf keines Beweises. Ihnen verdankt die Menschheit den Austritt aus* dem Stande der Wildheit; und läge nicht an sich in dem Menschheits-Prinzip der Vervollkommnung ihre unbedingte Nothwendigkeit, so sind sie es, denen wir, nebst der Genuß— Empfänglichkeit, den bey weitem größern Theil der Genuß-Mittel verdanken.
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