Teil eines Werkes 
Bd. 1 : Abt. 1 (1831) Elemente der technischen Chemie
Entstehung
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526 Fabrikation des Feldspathporzellans.

theilhaftesten, die Scherben und der Quarz, Sand, glühend in Wasser abgeschreckt, unter dem Quetschwerk zerdrückt, und zwischen den Mühlsteinen fein gemahlen,

So einfach auch der Prozels des Schlemmens an sich ist, so erfor- dert er doch eine grolse Aufmerksamkeit, Genauigkeit und Reinlichkeit, indem die kleinste Unreinlichkeit von Folgen sein kann. So wie Eisen- rost, oder irgend eine eisenoxydhaltende Materie in die Fässer fällt, et- was Lehm hineinkommt, giebt es in der Masse gelbe Flecke; durch or- ganische Substanzen, die sich verkohlen, entstehen schwarze Flecke. Wird beim Schlemmen. der Pfropfen. zu früh gezogen, so ist die Sub- stanz noch nicht von den minder feinen Theilen gehörig getrennt, und umgekehrt schon zu viel abgesondert,

Das Vermischen beider Ingredienzien geschieht, wie schon gesagt, im feuchten Zustand, nach Kübeln; zur Erreichung einer innigen Men- gung wird dann das Gemisch noch einmal geschlemmt, wobei ein Sieb im letzten Bottich angebracht ist, durch welches etwa zufällig in die Masse gekommene fremde Körper abgeschieden werden können. Nach diesem Schlemmenläfst man die Masse sich ruhig absetzen und zapft alles unnöthige Wasser ab.. Das Abdampfen und Trocknen der Masse geschieht in eignen Trockenräumen; welche nach Art der oben Seite 496 beim englischen Steingut beschriebnen, eingerichtet sind. Es sind aus feuerfesten Charmöttesteinen gemauerte länglich- viereckige Kästen, deren Boden mit Gyps ausgegossen ist, oder auf Charmotte- steinen ruhende Kästen yon Zinkblech; sie werden durch eine Rost- feuerung, mit unter dem Boden hin und her geführten Kanälen, sehr mälsig geheitzt, so dals das Abdampfen langsam geschieht, wozu auch der Gyps am Boden des Behälters das Seine mit beiträgt; über den flachen Behältern ist ein Brodenfang angebracht, durch welchen auch die Schornsteine der Feuerungen geführt sind. Die Masse darf nicht trockner werden, als ein weicher Teig, denn sonst verliert sie an Bild- samkeit aufserordentlich; hat sie diese Consistenz erreicht, so theilt man sie in viereckige Stücke, die man dann herausnimmt und einer mecha- nischen Vorbereitung unterwirft.

Diels geschah früher, auch jetzt noch an einigen Orten, um alle Luftbläschen herauszutreiben,:durchs Treten, marcher, marchage, in Berlin, mittelst Stöfseln in hölzernen, mit Blei ausgefütterten Kästen, (damit keine Holzspäne hineinkommen); darauf wird die Masse noch mit der Thonschabe bearbeitet, coupage, wedging, slapping, und in Ballen, ballons, ballooms, geformt, die man in feuchten Kellern aufbewahrt. Je länger das Aufbewahren dauert, desto bildsamer wird ‚die Masse, desto mehr haben sich die ungleichartigen Substanzen genähert; während

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