Teil eines Werkes 
Bd. 1 : Abt. 1 (1831) Elemente der technischen Chemie
Entstehung
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der Decke des Schlemmgebäudes zugeführt, die Decke am besten mit Zink- oder Kupferplatten belegt, da Holz von der steten Feuchtigkeit sehr leicht verfault. Ist das Aufweichen unter Durcharbeiten geschehen, so zieht der Schlemmer die Pfropfen zu beiden Seiten heraus, und läfst, unter stetem Zufluls von Wasser, die Erde auswaschen, bis nur noch wenig im obern Bottich als Rückstand bleibt. Darauf wird eine neue Partie Erde eingetragen, und so fortgefahren, bis die beiden untern Bot- tiche gefüllt sind. Nach einiger Zeit hat sich das gröbere, der Sand, die Gypstheilehen in den gröfsern Bottichen zu Boden gesetzt, wäh- rend die zartern Theilchen sich noch schwebend erhalten, worauf dann durchs Oeffnen des obersten Zapfens die trübe Flüssigkeit durch ein feines Sieb in die untersten Bottiche abgelassen wird, auf welchem die etwa noch nicht: gehörig abgeschiednen sröbern Theile zurückblei- ben. Aus den untersten Bottichen kommt die Erde in die Vorrathsbot- tiche,, in denen sie sich immer mehr vom überflüssigen Wasser schei- det, welches so weit abgelassen wird, dafs es nur 2 bis 3 Zoll hoch darauf steht, Aus diesen Bottichen wird die feingeschlemmte Erde, nach vorherigem Aufrühren, in Kübeln abgemessen und zur Massebereitung ge- nommen; man weils nämlich, wie viel 1 Kubikfufs solcher dickflüssigen Masse an trockner Erde und Wasser enthält, und diefs ist der Anhalte- punkt für die Bestimmung der Kübelzahl.

Der Feldspath, dessen man zur Porzellanmasse bedarf, mufs höch- stens eine fleischrothe Farbe besitzen, denn wenn er zu sehr eisenhal- tig ist, so wird die Masse sehr leicht gelblich. Er wird in kleinen Stücken angeliefert, mit Wasser in Fässern abgewaschen, getrocknet, entweder durch ein Pochwerk, oder mittelst zweier gulseiserner Walzen in kleinere Stücke gebrochen, und diese dann unter die Mühle gebracht, deren Einrichtung dieselbe ist, wie sie bereits vorn Seite 496 beschrie- ben wurde. Während des Feinmahlens mit Wässer steigt die Tempera- tur, wenn die Masse eine gewisse Feinheit erlangt hat, beträchtlich, die Masse wird dick, gleich als ob eine innige Bindung von Wasser statt- findet. Nach 12 Stunden ist gemeiniglich der Feldspath zum feinsten Pulver gerieben, und kann dem Feinschlemmen unterworfen werden, welches in 2 Bottichen geschieht, und überhaupt schneller vollbracht wird, da das gröfsere specifische Gewicht des Feldspaths dies erheischt. Das minder feine ‚abgeschlemmte wird nochmals gemahlen, das ge- schlemmte aber in Vorrathsbottiche gebracht, und eben so, wie die ge- schlemmte Erde, behandelt. Das Schlemmen der Materialien zur Glasur, als des Gypses, Kiesels, der Porzellanscherben geschieht auf

gleiche Art; sie werden vorher geglüht, wozu ein Flammofen am vor-

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